Damit sollen Güter, die derzeit wegen niedriger Pegelstände kaum oder gar nicht über Schiffe transportiert werden können, einfacher per Lkw befördert werden. Das teilte Verkehrsstaatssekretär Markus Wolf (CDU) mit. Die Ausnahmeregelung greife bereits an diesem Wochenende.
Wolf begründete den Schritt mit den Auswirkungen des Niedrigwassers auf Wirtschaft und Logistik: "Das Niedrigwasser belastet die Lieferketten. Deshalb handeln wir und schaffen kurzfristig zusätzliche Transportmöglichkeiten auf der Straße." Die Ausnahme gilt für Transporte, die unmittelbar oder mittelbar mit dem Niedrigwasser des Rheins zusammenhängen.
Waren sollen weiterhin transportiert werden
Mit dem Aussetzen des Sonn- und Feiertagsfahrverbots sollen weiterhin Waren transportiert werden können. Die Warenströme sollen also möglichst stabil gehalten werden. "Wenn Transporte auf dem Rhein nur eingeschränkt möglich sind, müssen andere Verkehrsträger flexibel unterstützen können. Dafür schaffen wir jetzt die nötigen Spielräume", sagte Wolf. Er verwies auf Abstimmungen mit anderen Bundesländern.
Die Ausnahmegenehmigung gilt ab sofort bis längstens 30. September 2026. Großraum- und Schwertransporte sind von der Lockerung ausgeschlossen.
Niedrigwasser im Rhein treibt Transportkosten
Vor allem Betriebe, die auf die Binnenschifffahrt angewiesen sind, müssen wegen sinkender Pegelstände mit höheren Transportkosten und Einschränkungen bei der Versorgung rechnen. Besonders betroffen seien die Chemieindustrie, insbesondere BASF, die Energieversorgung, die Baustoffwirtschaft sowie Hafen- und Logistikunternehmen, teilte die IHK Rheinhessen mit.