"Schräge Vögel"

Verein kritisiert Umsiedlung der Flamingos aus dem Mainzer Stadtpark

Die Flamingos gehören seit Jahrzehnten zum Mainzer Stadtpark. Nun sollen die Tiere umgesiedelt werden. Der Verein "Schräge Vögel" ist empört.

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Der Verein "Schräge Vögel" wurde 2012 gegründet - mit dem Ziel die Tieranlagen im Mainzer Stadtpark finanziell zu unterstützen. Dazu gehören das Vogelhaus, das Ziegenhaus und -gehege und auch das Flamingohaus und das Freigehege für die Flamingos. Insgesamt habe der Verein 250.000 Euro in den Stadtpark investiert, berichtet Vereinsvorsitzender Hans-Günther Mann. Von Spendengeldern wurden unter anderem Flamingos gekauft und auch das Flamingohaus gebaut. 100.000 Euro habe das gekostet.

"Schräge Vögel" fühlen sich wegen Flamingos von der Stadt Mainz übergangen

Jetzt fühlt sich der Verein von der Stadt übergangen. Die Entscheidung, die Flamingos umzusiedeln, sei dem Verein mitgeteilt worden, ohne dass man die Gelegenheit gehabt habe, über Alternativen zu sprechen. Die Stadt wolle in dem teuren Flamingohaus nur noch Geräte lagern, das mache ihn wütend, so Mann. Die Politik halte immer große Sonntagsreden übers Ehrenamt und gehe dann so mit einem um. Der Verein hat nun eine Petition gestartet, um die Flamingos im Volkspark zu behalten. Bislang wurden mehr als 500 Unterschriften (Stand 16.06.25) gesammelt.

Die Politik hält große Sonntagsreden übers Ehrenamt und geht dann so mit uns um.

Die Stadt Mainz hatte am Freitag erklärt, dass die Flamingos aus Tierschutzgründen verlegt werden sollen, weil sie in größeren Gruppen leben müssten. "Das ist ein klarer Schritt in unserem Bestreben den Tierschutz in Mainz weiter zu fördern", erklärte der Mainzer Oberbürgermeister Nino Haase (parteilos) die Entscheidung. Die Stadt sei davon überzeugt, dass die Tiere in spezielleren Einrichtungen bessere Lebensbedingungen vorfinden werden.

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Flamingos im Mainzer Stadtpark sollen sich wohlfühlen

Seit 1962 gibt es die Flamingos im Mainzer Stadtpark. Im Moment leben dort an dem Teich sechs Tiere. Weil Flamingos am liebsten in einer Gruppe sind, hätte die Stadt noch 14 Flamingos dazukaufen müssen. Nur in einer Gruppe von 20 Tieren würden sie sich wohlfühlen, so die Stadt. Kleinere Gruppen würden die Flamingos nur unter Stress setzen.

Neue Tierschutzgesetze machen Umzug der Flamingos notwendig

Für die 20 exotischen Vögel hätte dann aber wiederum eine Voliere gebaut werden müssen. Das habe aber nicht realisiert werden können, so die Stadt. Daher hätte man die Flamingos flugunfähig machen müssen, in dem man ihre Flügel beschneidet. Dieses sogenannte Kupieren sei aus Tierschutzgründen aber nicht mehr erlaubt. Die Stadt hat sich deshalb entschieden, für die sechs Flamingos eine neue Heimat zu suchen.

Abschied von Flamingos im Herbst

"Wir nehmen unsere Verantwortung ernst und die Entscheidung, sie in artgerechtere Bedingungen umzusetzen, ist eine klare Konsequenz aus unserem Engagement für den Tierschutz", sagt die Mainzer Umweltdezernentin Janina Steinkrüger (Grüne).

Die Mainzerinnen und Mainzer haben jetzt noch bis Herbst Zeit, von ihren Flamingos Abschied zu nehmen. Dann sollen sie in ihre neue Bleibe umziehen. Wo die sein wird, steht noch nicht fest.

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