Kreiskrankenhaus Grünstadt betroffen

Sorge um Gesundheitsversorgung: Landkreise fordern mehr Geld vom Land

Die Krankenhausreform setzt Kliniken unter Druck. Für eine gute Gesundheitsversorgung haben 24 Landkreise Forderungen aufgestellt - auch für Krisen und Katastrophen.

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Von Autor/in Irmgard Reißinger

Es ist kurz vor den Landtagswahlen: aus Sicht der 24 rheinland-pfälzischen Landkreise ein guter Zeitpunkt, um auf Zukunftsthemen aufmerksam zu machen. Wie geht es mit der großen Krankenhausreform weiter? Wie sicher wird die Grund- und Notfallversorgung in den nächsten Jahrzehnten noch sein? Wird es auch nach den großen Reformen des Bundes noch genug Pflegestützpunkte, Apotheken und Beratung geben?

Das Kreiskrankenhaus in Grünstadt (Kreis Bad Dürkheim)
Das Kreiskrankenhaus Grünstadt bräuchte viel Geld vom Land für eine Modernisierung

Katalog an Forderungen an die Landesregierung

Der Landrat im Kreis Bad Dürkheim, Hans-Ulrich Ihlenfeld (CDU), macht sich Sorgen um die Kreiskrankenhäuser und den Krisen- und Katastrophenschutz. Ihlenfeld fordert gemeinsam mit Heike Arend (SPD) vom Landkreistag Rheinland-Pfalz, dass sich das Land dauerhaft an der Finanzierung der Gesundheitsversorgung beteiligt.

Die Kreise müssten aber zuerst einmal wissen, was zukünftig zur Grundausstattung gehöre, so Ihlenfeld. Sie bräuchten Geld für die Ausbildung von Personal, müssen für mögliche Katastrophen oder Pandemien gerüstet sein. Viele Krankenhäuser könnten schon jetzt die gestiegenen Kosten für Personal und Energie nicht mehr finanzieren. 

Das Eingangsschild vor dem Kreiskrankenhaus Grünstadt: Die Klinik ist dringend sanierungsbedürftig.
Unklare Zukunft für das Kreiskrankenhaus Grünstadt: Was kommt nach der großen Krankenhausreform?

Kreiskrankenhaus Grünstadt fehlt Geld für Modernisierung

Das Kreiskrankenhaus Grünstadt mit seinen 184 Betten ist besonders betroffen. Die Notfallambulanz und die Patientenzimmer sind in die Jahre gekommen und müssen dringend saniert werden.

Verwaltungsdirektor Markus Kieser rechnet mit Kosten in Höhe von 100 Millionen Euro: "Wenn das Land den Standort als wichtig einordnet, weil man ihn braucht, sollte man kräftig investieren. Heißt, dass wir die 100 Millionen vom Land bekämen", so der Verwaltungschef.

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