Das operative Ergebnis lag im zweiten Quartal bei 2,4 Milliarden Euro. Deutlich mehr, als Analysten erwartet hatten, und auch mehr als im Vorjahresquartal.
Grund waren nach BASF-Angaben höhere Verkaufspreise und eine wieder anziehende Nachfrage. Der Gewinn war unterm Strich sogar noch deutlich höher, er lag bei 4,1 Milliarden Euro. Weil die BASF ihr Geschäft mit Industrie-Lack an einen US-Finanzinvestor verkauft hat.
Positiver Ausblick auf das Gesamtjahr 2026
Für das gesamte Jahr peilt der Konzern jetzt ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro an, etwas mehr als bisher.
Erst im vergangenen Mai hatte der Chemiekonzern eine Verschärfung seines Sparkurses angekündigt. Mit weiteren Stellenstreichungen sollen die Kosten im Kerngeschäft um ein Fünftel sinken. Wie die gesamte europäische Chemiebranche steckt auch die BASF in einer Krise und leidet unter schwacher Nachfrage.
Trotz des guten Quartals verwies das Unternehmen für den Rest des Jahres auf geopolitische Unsicherheiten. Und kalkuliert mit einem höheren Ölpreis als bisher angenommen.
Die BASF verschärfte zuletzt ihren Sparkurs: Mit dem neuen Umbauprogramm "CoreShift" sollen die Fixkosten im Kerngeschäft bis 2029 um 20 Prozent sinken, was mit einem weiteren Stellenabbau einhergeht. Am Stammsitz in Ludwigshafen fielen seit Anfang 2024 bereits rund 2800 Jobs weg. Ende 2024 hatte die BASF im Stammwerk noch 33.370 Beschäftigte.
Der Konzern will am 29. Juli seine vollständigen Zahlen und Details für das zweite Quartal 2026 vorlegen.