Bislang kein Nachwuchs bei May-May und Peppone

Bisse statt Liebe: Die Tapire im Zoo Neuwied kommen nicht zusammen

May-May und Peppone sollen eigentlich im Zoo Neuwied ein Paar werden und für Nachwuchs bei den Tapiren sorgen. Das tun sie aber nicht. Und die Tierpfleger haben keine Ahnung, warum.

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Von Autor/in Andreas Krisam

Genüsslich lässt sich May-May von ihrer Tierpflegerin Lena Romeike im Zoo Neuwied mit Möhren, Tomaten und Sellerie füttern. Laut schmatzend zermahlt sie das Gemüse in ihrem Maul. Fast putzig sieht das aus. Aber: Die rund 200 Kilogramm schwere Tapir-Dame mit dem markanten kurzen Rüssel kann auch anders. Das hat Peppone schmerzlich erfahren müssen.

Der Tapir Peppone wird im Zoo Neuwied gefüttert. Das Tapir-Männchen im Zoo will sich nicht mit dem Weibchen fortpflanzen.
Das Tapir-Männchen Peppone im Zoo Neuwied: Bis jetzt zeigt Peppone kein Interesse an Weibchen May-May.

Endlich ein Mann für die Single-Frau

Sechs Jahre lang lebt die Tapir-Dame May-May schon im Zoo Neuwied. Fast die ganze Zeit alleine. Erst vor einem halben Jahr bekam sie Gesellschaft, und zwar das Tapir-Männchen Peppone aus dem Duisburger Zoo. Die Tierpfleger hofften darauf, dass die beiden zusammen kommen - und eventuell sogar für Nachwuchs sorgen. Doch bislang ist nichts passiert.

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Keine Liebe in Sicht

Tatsächlich kamen sich May-May und Peppone an einem Tag ein bisschen näher. Sie berochen und berüsselten sich. Aber statt Zärtlichkeiten auszutauschen, ging die als dominant bekannte May-May auf Peppone los, jagte ihn und biss ihn sogar. Der ließ sich aber nichts gefallen und biss zurück. Das war es dann erst mal mit der Liebe.

Wenn sie nicht wollen, ist genug Platz da. Dann bekommt jeder seine eigene Anlage.

Bekommen so viel Zeit wie nötig

Die Tierpfleger im Zoo Neuwied wollen aber noch nicht aufgeben. Sie hoffen darauf, dass die Hormone in der Brunftzeit dazu führen, dass die beiden doch noch Lust aufeinander bekommen. "Alles kann, nichts muss", lacht Tierpfleger Maximilian Birkendorf. "Wenn sie nicht wollen, ist genug Platz da. Dann bekommt jeder seine eigene Anlage". Falls es aber doch klappt, würden sich alle im Neuwieder Zoo über Tapir-Nachwuchs freuen.

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Andreas Krisam