Genüsslich lässt sich May-May von ihrer Tierpflegerin Lena Romeike im Zoo Neuwied mit Möhren, Tomaten und Sellerie füttern. Laut schmatzend zermahlt sie das Gemüse in ihrem Maul. Fast putzig sieht das aus. Aber: Die rund 200 Kilogramm schwere Tapir-Dame mit dem markanten kurzen Rüssel kann auch anders. Das hat Peppone schmerzlich erfahren müssen.
Endlich ein Mann für die Single-Frau
Sechs Jahre lang lebt die Tapir-Dame May-May schon im Zoo Neuwied. Fast die ganze Zeit alleine. Erst vor einem halben Jahr bekam sie Gesellschaft, und zwar das Tapir-Männchen Peppone aus dem Duisburger Zoo. Die Tierpfleger hofften darauf, dass die beiden zusammen kommen - und eventuell sogar für Nachwuchs sorgen. Doch bislang ist nichts passiert.
Zuchtprogramm für Flachlandtapire "Peppone" soll im Zoo Neuwied für Nachwuchs sorgen
"Peppone" ist ganz neu im Zoo Neuwied: Der Flachlandtapir war zuletzt allein im Zoo in Duisburg. Jetzt soll er mit May-May zusammenleben und wird sich hoffentlich mit ihr paaren.
Keine Liebe in Sicht
Tatsächlich kamen sich May-May und Peppone an einem Tag ein bisschen näher. Sie berochen und berüsselten sich. Aber statt Zärtlichkeiten auszutauschen, ging die als dominant bekannte May-May auf Peppone los, jagte ihn und biss ihn sogar. Der ließ sich aber nichts gefallen und biss zurück. Das war es dann erst mal mit der Liebe.
Wenn sie nicht wollen, ist genug Platz da. Dann bekommt jeder seine eigene Anlage.
Bekommen so viel Zeit wie nötig
Die Tierpfleger im Zoo Neuwied wollen aber noch nicht aufgeben. Sie hoffen darauf, dass die Hormone in der Brunftzeit dazu führen, dass die beiden doch noch Lust aufeinander bekommen. "Alles kann, nichts muss", lacht Tierpfleger Maximilian Birkendorf. "Wenn sie nicht wollen, ist genug Platz da. Dann bekommt jeder seine eigene Anlage". Falls es aber doch klappt, würden sich alle im Neuwieder Zoo über Tapir-Nachwuchs freuen.