Bernhard Alscher hatte für die Überweisung damals aber keine Zustimmung des Verbandsgemeinderates. Er hat das Geld also ohne den notwendigen Beschluss dem Tierpark überwiesen. Jenem Tierpark, dessen Vorsitzender er ist.
Überweisung war wohl letzte Amtshandlung
Zuvor war Alscher 16 Jahre Bürgermeister der Verbandsgemeinde Birkenfeld gewesen. In einer seiner letzten Amtshandlungen soll Alscher das Geld noch überwiesen haben. Offenbar, um ein sogenanntes grünes Klassenzimmer im Tierpark zu finanzieren. Das ist ein Lernort für Kinder und Jugendliche außerhalb der Schule in der freien Natur.
Das geht aus einer nicht-öffentlichen Anfrage der CDU-Fraktion an die Verbandsgemeinde Birkenfeld aus 2024 hervor, die dem SWR vorliegt.
So soll Alscher vorgegangen sein
Den Angaben zufolge soll Alscher am 9. Juli 2024 die Überweisung mit dem Verwendungszweck "Grünes Klassenzimmer" persönlich am Schalter einer Filiale der Kreissparkasse vorgelegt haben. Dabei habe der Bürgermeister "keine Unterschriftsbefugnis für Zahlungsvorgänge." Alscher hätte die Überweisung demnach überhaupt nicht veranlassen dürfen.
Nachdem einem Mitarbeiter der Verbandsgemeinde die Buchung aufgefallen war, habe Bernhard Alscher den Kassierer des Tierparks aufgefordert, das Geld wieder zurückzuüberweisen.
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Prozess nicht vor September
Die Birkenfelder Kreisverwaltung erstattete dennoch gegen Bernhard Alscher Strafanzeige.
Die Staatsanwaltschaft hat rund zwei Jahre ermittelt und jetzt vor dem Amtsgericht Idar-Oberstein Anklage erhoben. Nach Angaben der Behörde entscheidet sich aber erst im September, ob und wann es zu einem Prozess kommt.