Umzug in neue Räume

Schöppche 2.0: Neubau der Tagesstätte für Obdachlose in Neuwied eingeweiht

In Neuwied ist der Neubau der Tagesstätte für Obdachlose - das sogenannte "Schöppche 2.0" - eingeweiht worden. Das alte Gebäude musste nach Angaben der Caritas abgerissen werden.

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Drei Jahre lang wurde der Neubau geplant, zehn Monate lang haben die eigentlichen Bauarbeiten gedauert. Nun ist das "Schöppche 2.0" fertig. Am Samstag können es sich Interessierte das Gebäude, das sich im Hinterhof des Caritasverbands Neuwied befindet, bei einem Tag der offenen Tür ansehen. Im April soll die Tagesstätte dann in Betrieb gehen.

Neue Tagesstätte für Wohnungslose ist viel größer

Das neue Gebäude erstreckt sich über zwei Etagen und ist etwa viermal so groß wie die ursprüngliche Tagesstätte. Neben Toiletten und Waschräumen ist im Erdgeschoss ein großer Aufenthaltsraum eingerichtet worden. Im Obergeschoss gibt es Büros sowie weitere Räume - wie etwa ein Zimmer für den Arzt, der den Obdachlosen ehrenamtlich Untersuchungen anbietet. Auch eine Kleiderkammer ist dort zu finden.

Hier ist es schön, sauber, groß, hell und freundlich. Das ist einfach eine Wertschätzung den Menschen gegenüber, die hier herkommen."

Der Neubau bietet nicht nur mehr Platz, sondern auch eine ganz andere Atmosphäre, wie Janine Timm von der Wohnungslosenhilfe des Caritasverbands gegenüber dem SWR betont: "Hier ist es schön, sauber, groß, hell und freundlich. Das ist einfach eine Wertschätzung den Menschen gegenüber, die hier herkommen."

Im neu gebauten "Schöppche", der Tagesstätte für Obdachlose in Neuwied gibt es auch ein Arztzimmer.
Im neu gebauten "Schöppche 2.0", der Tagesstätte für Obdachlose in Neuwied, gibt es auch ein Arztzimmer. Bild in Detailansicht öffnen
Die neuen Räume der Tagesstätte "Schöppche" für Obdachlose ini Neuwied
Ein modern eingerichteter Aufenthaltsraum in der neuen Tagesstätte "Schöppche 2.0" für Obdachlose in Neuwied. Bild in Detailansicht öffnen
Alles ist neu in der Tagesstätte "Schöppche" für Obdachlose in Neuwied
Alles ist neu in der Tagesstätte "Schöppche 2.0" für Obdachlose in Neuwied. In der Kleiderkammer ist noch Platz für Spenden. Bild in Detailansicht öffnen
Die neuen Räume der Tagesstätte "Schöppche" in Neuwied für Obdachlose
Hier geht es zur Waschküche und zu den Waschräumen - die neuen Räume der Tagesstätte "Schöppche 2.0" in Neuwied für Obdachlose Bild in Detailansicht öffnen
Die neu gebaute Tagesstätte "Schöppche" in Neuwied
Die neu gebaute Tagesstätte "Schöppche 2.0" in Neuwied, bald wird sie mit Leben gefüllt sein. Bild in Detailansicht öffnen

Seit der Eröffnung der Tagesstätte 1996 sei die Zahl der Wohnungslosen in Neuwied gestiegen und damit auch die Nachfrage nach Hilfsangeboten, heißt es von der Caritas. Früher hätten täglich zwölf Betroffene das Angebot genutzt, mittlerweile seien es rund 50. Die Räumlichkeiten des "Schöppche" waren deshalb zu klein geworden. Deshalb habe man sich für einen Neubau entschieden.

Altes "Schöppche" musste abgerissen werden

Ein bisschen Melancholie sei zwar schon dabei gewesen, als das alte "Schöppche" abgerissen wurde - aber Janine Timm ist sich sicher, dass auch das neue Gebäude bald seine Fans finden wird. Aktuell werden die Obdachlosen noch im Gebäude des ehemaligen Luchterhand-Verlags versorgt, das sich ganz in der Nähe befindet.

Das "Schöppche" hat täglich von 8 bis 12:30 Uhr geöffnet. In dieser Zeit können Bedürftige dort zum Beispiel frühstücken oder etwas zu Mittag essen. Menschen ohne Wohnung haben in den Räumen auch die Möglichkeit, sich einfach auszuruhen, zu duschen oder ihre Wäsche zu waschen. Sie bekommen dort bei Bedarf auch neue Kleidung oder andere Utensilien.

Im Schöppche 2.0 soll es auch noch mehr pädagogische Angebote geben. Dafür wurde das Team extra erweitert. Nach Angaben des Caritasverbands umfasst das Team der Wohnungslosenhilfe mittlerweile 16 Menschen - darunter sind acht Ehrenamtliche.

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