Auf ihrer Internetseite bittet die Fährgemeinschaft Kaub um Verständnis: "Aufgrund des anhaltenden niedrigen Wasserstandes muss der Fährbetrieb vorübergehend eingestellt werden." Sobald der Betrieb wieder aufgenommen werden könne, gebe es dazu neue Informationen.
Vorerst sieht es aber nicht danach aus: Das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt prognostiziert, dass der Pegel Kaub weiter sinken und am Donnerstag erstmals unter zehn Zentimeter fallen wird.
Tickets gelten auch auf drei anderen Fähren
Auf der Internetseite des Fährbetreibers heißt es weiter: Wer eine Monats-, Halbjahres- oder Jahreskarte für die Fähre Kaub besitzt, kann auf die Rheinfähren St. Goar - St. Goarshausen, Bingen - Rüdesheim und Ingelheim - Oestrich-Winkel ausweichen.
Der Fährmann der Kauber Fähre sagte im Gespräch mit dem SWR, der Pegel sei so niedrig, dass er nur noch bis Montagabend um 20 Uhr fahren könne. Ab Dienstag liege die Fähre dann am Ufer. Für den Fährmann stehen dann Reparaturarbeiten an: "Ich werde dann zum Beispiel schleifen und streichen."
Andere Fähren pendeln weiter
Im Unteren Mittelrheintal fahren die Fähren Bad Breisig - Bad Hönningen und Linz - Kripp weiterhin - jedoch mit Einschränkungen. Wie die Reinfähre "Nixe", die zwischen Linz und Remagen-Kripp pendelt, mitteilt, werden aufgrund des Niedrigwassers ausschließlich Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von maximal 3,5 Tonnen befördert. Der Fährbetrieb Hirzmann transportiert zwischen Bad Breisig und Bad Hönningen nach eigenen Angaben nur noch Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen.
Die Fähre in Boppard fährt seit Monaten schon nicht mehr. Im März war ein Schiff dort gegen den Fähranleger gefahren und hatte unter anderem Teile der Ufermauer beschädigt. Der Schaden ist noch nicht repariert.