Die Waffe lag nach Angaben der Staatsanwaltschaft in einem Bach nicht weit entfernt vom Fundort der Leiche. Wie die Staatsanwaltschaft auf SWR-Nachfrage mitgeteilt hat, handelt es sich um eine Pistole. Außerdem sei davon auszugehen, dass es die Tatwaffe sei. Zurzeit läuft demnach auch noch eine waffentechnische Untersuchung.
Der Tatverdächtige hatte laut Staatsanwaltschaft aber keine Waffenbesitzkarte. Sollte es tatsächlich seine Waffe gewesen sein, besaß er die Waffe demnach illegal. Gerüchte, er sei Jäger oder Sportschütze gewesen, konnten durch die Ermittlungen nicht bestätigt werden. Woher er die Schusswaffe gehabt haben könnte, sei nicht bekannt. Es werde aber versucht, das zu klären, so die Staatsanwaltschaft.
Bei Tat in Weitefeld kam nur eine Waffe zum Einsatz
Laut Staatsanwaltschaft kam bei der Tat im April nur eine Schusswaffe zum Einsatz. Damals waren in einem Wohnhaus in Weitefeld im Westerwald ein Ehepaar und dessen 16 Jahre alter Sohn tot aufgefunden worden. Laut der Obduktion starb das Ehepaar durch Messerstiche und Schüsse, der Jugendliche wurde erschossen. Die Hintergründe der Tat sind weiterhin unklar.
Schnell danach war der Verdacht auf einen 61-jährigen Mann aus dem Nachbarort Elkenroth gefallen. Mit großem Aufwand wurde nach ihm gefahndet: Es wurde eine Belohnung für Hinweise ausgelobt, die Umgebung um Weitefeld und Elkenroth großräumig abgesucht - ohne Erfolg. In der vergangenen Woche war dann seine Leiche in einem Feld, nur etwa einen Kilometer vom Tatort entfernt, entdeckt worden.
Keine Belohnung für Leichenfund bei Weitefeld
Der Finder der Leiche wird aber keine Belohnung erhalten. Das hat die Staatsanwaltschaft in Koblenz auf SWR-Anfrage erklärt. Demnach bezog sich die ausgelobte Belohnung in Höhe von 10.000 Euro "ausdrücklich nur auf Hinweise, die zur Ergreifung des Täters - also zu dessen Festnahme - führen".
Gefundene Leiche bei Weitefeld identifiziert
Ein Bürger hatte vergangene Woche zwischen Weitefeld und Neunkhausen eine stark verweste Leiche gefunden. Mit Hilfe eines Gebissabgleiches konnte festgestellt werden, dass es sich bei der Leiche um den gesuchten 61-jährigen Tatverdächtigen handelt.
Noch ist unklar, wie der mutmaßliche Dreifachmörder von Weitefeld gestorben ist. Die Staatsanwaltschaft in Koblenz wartet auf die abschließenden Informationen zur Todesursache. Unter anderem liefen zurzeit verschiedene Untersuchungen in der Rechtsmedizin in Mainz. Laut Staatsanwaltschaft kann das noch einige Zeit dauern. Danach will sie die Akten zu der Tat schließen.