Der Batteriehersteller VARTA mit Sitz in Ellwangen rückt offenbar von einer Insolvenz in Eigenregie ab. Wie die Agentur Reuters berichtet, hat das Unternehmen einen Insolvenzverwalter bestellt.
Für die Muttergesellschaft VARTA AG und die Knopfzellen-Tochter VARTA Microbattery sei ein klassisches Insolvenzverfahren beantragt worden. Das solle Abläufe vereinfachen und bürokratische Hürden abbauen, zitiert die Agentur das Ellwanger Unternehmen.
Batteriehersteller Varta: "Klassische" Insolvenz soll Sanierung erleichtern
Die konzerninternen Verflechtungen seien so groß, dass eine Sanierung durch ein einheitliches Verfahren erleichtert werde. Damit habe nun der Insolvenzverwalter das Sagen.
Dessen Ziel bleibe eine langfristige, tragfähige Lösung. An einer Zerschlagung des Unternehmens führe aber wohl kein Weg vorbei. Der Bereich der Haushaltsbatterien solle aus der Insolvenz herausgehalten werden. VARTA hatte am Freitag wegen einer angespannten Finanzlage des Unternehmens zunächst Insolvenz in Eigenregie angemeldet.
IG Metall kündigt Kundgebung an
Die IG Metall befürchtet, dass durch eine mögliche Zerschlagung sowohl Arbeitsplätze als auch industrielles Know-how in der Region verloren gehen könnten. Die Gewerkschaft ruft deshalb am Freitag ab 16 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Marktplatz in Ellwangen auf.
Laut IG Metall gibt es weiterhin tragfähige Lösungen, die den Fortbestand der VARTA-Gruppe und ihrer Standorte sichern könnten. Es gehe nicht nur um ein Unternehmen, sondern unter anderem auch um die Zukunft von tausenden Familien.