Ein Mann aus dem Kreis Günzburg soll mehrere Scheinfirmen gegründet haben, auch in Baden-Württemberg. Sozialbeiträge für Beschäftigte soll er vorenthalten und veruntreut haben. Das berichtet das Hauptzollamt Ulm am Dienstag. Der Schaden durch den Sozialbetrug summiert sich demnach voraussichtlich auf 2,8 Millionen Euro.
Sozialbetrug: Scheinfirmen im Namen von Familienmitgliedern
Dem Mann wird vorgeworfen, seine Beschäftigten über einen längeren Zeitraum nicht zur Sozialversicherung gemeldet zu haben. Er habe damit zu wenig oder gar keine Beiträge an die Krankenkassen, die Sozialkasse und die Berufsgenossenschaft abgeführt.
Der Unternehmer soll außerdem mehrere Scheinfirmen an verschiedenen Orten in Bayern und Baden-Württemberg gegründet haben. So soll er versucht haben, den Betrug zu verschleiern. Diese Firmen wurden laut Mitteilung formell teils unter den Namen von Familienmitgliedern des Tatverdächtigen geführt. Das Hauptzollamt Ulm geht aber davon aus, dass der Beschuldigte die Geschäfte führte.
Der Tatverdächtige aus dem Kreis Günzburg ist seit vergangener Woche in Untersuchungshaft. Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Ulm vollstreckten den Haftbefehl.