Verteidigungsminister besucht Ostalb

Rüstungsunternehmen Hensoldt eröffnet neues Werk in Oberkochen - Pistorius mit dabei

Rüstungslieferant Hensoldt hat ein neues Werk im Ostalbkreis eröffnet. Mit dabei, Verteidigungsminister Boris Pistorius, der im Rahmen seiner Sommertour auch die Ostalb besucht.

Teilen

Stand

Von Autor/in Stefanie Schmitz

Im Rahmen seiner Sommertour durch Deutschland macht Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius Station beim Rüstungskonzern Hensoldt. Der Besuch reiht sich in eine Reihe von Terminen ein, bei denen sich der Minister ein Bild von der Leistungsfähigkeit der Bundeswehr sowie der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie machen will. Bevor Pistorius Station in Oberkochen machte, war er auch beim Transporthubschrauberregiment in Külsheim.

Neues Hensoldt-Werk für Forschung- und Entwicklungsanlagen

In dem neuen Werk von Hensoldt werden unter anderem digitale Sichtsysteme für Panzerfahrzeuge der Bundeswehr wie den Puma, Leopard II und Luchs II hergestellt. Es werden dort aber auch Masten für U-Boote produziert. Der Bau des 40.000 Quadratmeter großen Werks hat rund drei Jahre gedauert und 100 Millionen Euro gekostet. Hinzu kamen noch weitere 200 Millionen Euro für die Innenausstattung des Werks wie Fertigungsanlagen.

Das neue Werk des Rüstungsunternehmen Hensoldt in Oberkochen auf der Ostalb.
Das neue Werk des Rüstungsunternehmen Hensoldt in Oberkochen auf der Ostalb.

Das neue Werk ist Bekenntnis zu Deutschland und zur Ostalb als wichtigem Industriestandort.

Hensoldt ist einer der größten Rüstungslieferanten für die deutsche Bundeswehr. Das neue Werk von Hensoldt auf der Ostalb sei ein klares Bekenntnis zu Deutschland und auch zur Ostalb. Dabei sei Hensoldt ein wichtiges Unternehmen für die deutsche Bundeswehr, so Pistorius bei seiner Ansprache an die Presse und die Mitarbeiter des Unternehmens. Gleichzeitig hob er hervor, wie wichtig Investitionen in moderne Technologien für die künftige Sicherheit des Landes seien.

Hensoldt zählt zu den wichtigsten Unternehmen der Branche

Seit Anfang Juli hat Pistorius bereits zahlreiche Bundeswehrstandorte und Unternehmen der Branche besucht. Mit Hensoldt besucht der Verteidigungsminister nun eines der bedeutendsten Unternehmen der europäischen Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie. Das Unternehmen entwickelt unter anderem Sensor-, Radar- und Optroniksysteme sowie Verteidigungselektronik. Die Technik kommt in Anwendungen an Land, in der Luft, auf See, im Cyberraum und im Weltraum zum Einsatz.

Nach eigenen Angaben beschäftigt Hensoldt rund 9.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Am neuen Standort Oberkochen sollen 900 Mitarbeiter beschäftigt werden.

Sommertour des Verteidigungsministers - Pistorius auch in Külsheim

Pistorius in halber Uniform auf dem Weg zur Präsentation der Transporthubschrauber in Külsheim.
Pistorius in halber Uniform auf dem Weg zur Präsentation der Transporthubschrauber in Külsheim. Alice Robra

Bevor Pistorius auf der Ostalb aufschlug, war der Verteidigungsminister im Rahmen seiner Sommertour beim Transporthubschrauberregiment Tauberfranken in Külsheim (Main-Tauber-Kreis). Das Regiment bereitet sich auf einen NATO-Einsatz vor und demonstrierte Pistorius seine Einsatzbereitschaft.

Nicht ganz ohne für die Piloten: Die großen Hubschrauber sollten drei Meter über dem Boden fliegen - sozusagen "unter dem Radar".
Nicht ganz ohne für die Piloten: Die großen Hubschrauber sollten drei Meter über dem Boden fliegen - sozusagen "unter dem Radar". Alice Robra

Die großen Hubschrauber sind bis zu drei Meter tief geflogen. Das sei für die Piloten durchaus herausfordernd, aber auch besonders wichtig, um im Ernstfall von einem Feind nicht entdeckt zu werden.

Aalen

Mehrere hundert neue Arbeitsplätze in Aussicht Militärtechnik statt Dessous: Rüstungskonzern Hensoldt will sich auf ehemaligem Triumph-Areal Aalen ansiedeln

Der Rüstungskonzern Hensoldt will sich in Aalen auf dem ehemaligen Triumph-Areal ansiedeln. In Aussicht stehen mehrere hundert Arbeitsplätze. Noch werden die Pläne geprüft.

Ulm

Auswirkungen am Beispiel der Region Ulm Vier Jahre Krieg in der Ukraine: Wirtschaft ächzt, Rüstungsindustrie boomt

Auch wenn der Krieg in der Ukraine weit weg ist, er hat direkte Auswirkungen auf das Leben in der Region Ulm: Das Rüstungsunternehmen HENSOLDT wächst, die Wirtschaft leidet und die Bundeswehr denkt neu.

Oberkochen

400-Millionen-Euro-Auftrag Schon wieder ein Millionenauftrag: HENSOLDT profitiert vom anhaltenden Rüstungsboom

Bei HENSOLDT jagt ein Großauftrag den nächsten: Erst vor zwei Tagen wurde ein 100-Millionen-Euro-Auftrag für Radarsysteme verkündet. Nun steht ein weiterer Millionendeal an.

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Stefanie Schmitz
SWR-Aktuell Redakteurin Steffi Schmitz

Unsere Quellen

Transparenz ist uns wichtig! Hier sagen wir Ihnen, woher wir unsere Infos haben!