Zwischen zwei Gewittern haben Sprengstoffexperten am Donnerstagabend in Neu-Ulm zwei Fliegerbomben unschädlich gemacht: Eine wurde entschärft, bei der zweiten war eine kontrollierte Sprengung nötig.
Es habe sich um "sehr gefährliche Splitterbomben aus dem Zweiten Weltkrieg" gehandelt. Die Wirkung bei einer ungeschützten Detonation sei enorm, sagte der Neu-Ulmer Ordnungsamtsleiter Thomas Nägele. Die Bombe, die gesprengt werden musste, musste mit 60 Tonnen Sand und einem 25 Tonnen schweren Wassersack gedämmt werden. Dennoch sei "bei der Sprengung eine Fontäne nach oben gegangen".
Gebiet rund um die Blindgänger wurde evakuiert
Die Bomben waren am Dienstagabend bei Sondierungsarbeiten im Pfuhler Ried entdeckt worden. Die Stadt hatte einen Sicherheitsradius von 1.000 Metern um den Fundort festgelegt. Die Evakuierung hatte um 18 Uhr begonnen. Betroffen waren vor allem Firmen und Betriebe.
B10 bei Neu-Ulm war voll gesperrt
Auch die B10 war betroffen und wurde zwischen der Anschlussstelle Burlafingen und der Abzweigung Max-Eyth-Straße gesperrt, eine Umleitung war eingerichtet worden. Der Zeitpunkt der Entschärfung wurde auf den Abend gelegt, nach Feierabend und nach dem Berufsverkehr auf der Bundesstraße.
Um 20 Uhr hatte das Sprengkommando München mit der Entschärfung und der Sprengung begonnen. Neben der Stadt waren auch die Polizei und die Feuerwehr an dem Einsatz beteiligt. Knapp eine Stunde später waren die Arbeiten beendet.