Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe in Stuttgart-Bad Cannstatt am Donnerstagnachmittag hat die Polizei Entwarnung gegeben. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst konnte die 50-Kilogramm-Fliegerbombe sicher entschärfen, indem der mechanische Aufschlagszünder entfernt wurde. Die Bombe war bei archäologischen Ausgrabungen entdeckt worden. Vor der Entschärfung musste ein Gebiet mit einem Radius von 150 Metern um den Fundort in der Wildbader Straße geräumt werden. Betroffen waren laut Stadt rund 500 Menschen. Sie können wieder in ihre Häuser zurückkehren.
Entschärfer spricht von einem "Standard-Einsatz"
Die Bombe war in rund 15 Minuten entschärft - für Christoph Rottner vom Kampfmittelbeseitigungsdienst war es Routine, ein "Standard-Einsatz": "Das kommt ziemlich häufig vor, hier liegen auch noch ziemlich viele Bomben von diesem Typ rum." Die Bomben waren bei Luftangriffen im 2. Weltkrieg abgeworfen worden und konnten bei Explosion einen Krater von rund fünf Metern Durchmesser verursachen. In Baden-Württemberg seien dieses Jahr bereits sechs solcher Bomben gefunden und unschädlich gemacht worden, so Rottner.
Kampfmittelfund in Bad Cannstatt: Auch Kitas waren betroffen
Auch Kindergärten und Arztpraxen mussten evakuiert werden. Zudem konnten die Stadtbahnlinien U2 und U19 nicht wie gewohnt fahren. In der Turnhalle der Jahn-Realschule in der Überkinger Straße 48 war eine Betreuungsstelle eingerichtet worden. Auch Kita-Kinder gingen dorthin. Um die Bevölkerung zu informieren hatte die Feuerwehr einen Live-Ticker eingerichtet.