Derzeit arbeiten die 220 Beschäftigten des Verpackungsherstellers Frischfaser Karton im Werk in Baiersbronn (Kreis Freudenstadt) noch Aufträge ab und verbrauchen das restliche Material, nach dem 7. September ist dann Schluss. Das hat ein Sprecher der Gemeinde Baiersbronn auf SWR-Anfrage mitgeteilt. Bei dem Unternehmen sei kein Geld mehr da, um den Betrieb aufrechtzuerhalten und die Angestellten weiter zu bezahlen.
Gemeinde Baiersbronn: "Bekommen die persönlichen Schicksale mit"
Zuletzt gab es noch Hoffnung, dass ein Investor den insolventen Verpackungshersteller und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen könnte. Doch ein potentieller Kandidat ist abgesprungen. Für die 220 Beschäftigten und deren Familien ein Schock. "Wir bekommen die persönlichen Schicksale mit und versuchen zu unterstützen", sagte der Sprecher aus Baiersbronn.
Oberstes Ziel sei es, die Fachkräfte in der Region zu halten. Auf der Suche nach Perspektiven für die Betroffenen sei die Gemeinde in Kontakt mit anderen lokalen Firmen und auch Landtagsabgeordneten. Ursache für die Insolvenz waren laut dem Unternehmen die hohen Energiekosten und ein generell schwieriger Markt in Europa. Frischfaser Karton stellt vor allem Verpackungen für die Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie her - seit gut 70 Jahren.