Eine neue Studie der Universitätsklinik Tübingen zeigt: Hebammen, Gynäkologen oder Sozialarbeiter haben einen hohen Informationsbedarf, was das Thema E-Zigaretten, auch Vapes genannt, angeht. Der Hintergrund: Zwei bis fünf Prozent der schwangeren Frauen vapen während der Schwangerschaft weiter.
Studie Uniklinik Tübingen: E-Zigaretten werden häufig unterschätzt
Die Studie zeigt, dass E-Zigaretten von Fachleuten, die mit Schwangeren zu tun haben, als etwas weniger schädlich eingeschätzt werden als klassische Zigaretten. Ebenfalls wurde deutlich, dass seltener nach dem Konsum von E-Zigaretten gefragt oder dazu beraten wird, so das Uniklinikum.
Unsere Ergebnisse verdeutlichen, dass (...) Fachpersonal besser geschult werden muss - insbesondere im Hinblick auf E-Zigaretten.
Tabakkonsum immer schädlich - egal in welcher Form
Medizinisch ist diese Unterscheidung zwischen Vapes und anderen Zigaretten laut Uniklinik Tübingen nicht gerechtfertigt. Denn auch beim Vapen werde Nikotin aufgenommen, das die Entwicklung des ungeborenen Kindes beeinträchtigen kann, so das Uniklinikum.
Beratungs- und Unterstützungsangebote durch Fachpersonal seien ein entscheidender Faktor bei Schwangeren, abstinent zu werden. Der Studie zufolge wünschen sich viele Schwangere, klarer über die Risiken beraten zu werden.