"Tag des deutschen Butterbrots"

Hechinger feiert das Butterbrot seit 19 Jahren mit Freunden

Hätten Sie es gewusst? Der letzte Freitag im September ist der "Tag des deutschen Butterbrots". Für Sven Oliver Müller aus Hechingen-Boll ein ganz besonderer Tag.

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Stand

Sven Oliver Müller aus Hechingen-Boll (Zollernalbkreis) ist Butterbrot-Fan. Einmal im Jahr empfängt er zuhause um die dreißig Gäste, um mit ihnen den "Tag des deutschen Butterbrots" zu begehen. Das heißt: Da wird ordentlich Butterbrot gegessen.

Aber Butterbrot ist nicht gleich Butterbrot. Sven Oliver und seine Frau Jutta haben sich über die Jahre viele Varianten einfallen lassen. "Wir versuchen, jedes Jahr etwas Neues zu servieren, damit unsere Gäste sagen können: 'Wow! Das hat es letztes Jahr noch nicht gegeben!'", so Sven Oliver Müller. Die Inspirationen holen sich die beiden Hechinger von Restaurant-Besuchen und ab und zu auch aus dem Internet.

Butter pur oder als Variante

Zur diesjährigen Butterbrot-Party gibt es vier verschiedene Buttersorten: Mit Lachs, Kräutern, Chili und Käsecreme. Das braucht eine gewisse Vorbereitung. So stehen die Müllers jedes Jahr vor dem "Tag des deutschen Butterbrots" in ihrer Küche in Hechingen-Boll und arbeiten.

Auf der Ablage stapeln sich Butterpäckchen und Frischkäsedosen. Daneben finden sich allerlei Gewürze, klein geschnittener Chili und Zitronensaft. Auf einem Brettchen hackt der 51-Jährige frische Kräuter aus dem Garten. Er macht die Buttervarianten und besorgt beim Bäcker passende Brotsorten. Die Gäste wählen und streichen selber. Jutta backt Hefezopf. Dazu gibt es den Prototypen, die "normale" Butter.

Jutta ist Butterbrot-Fan und streicht in ihrer Küche in Hechingen ein Brot. Am "Tag des deutschen Butterbrots" kommen einige Gäste
Jutta hat einiges zu tun vor dem "Tag des deutschen Butterbrots". Sie streicht Butterbrote und backt Hefezopf für die Gäste. Nathalie Waldenspuhl

Wie wird man Butterbrot-Fan?

Seinen Geburtstag würde Sven Oliver Müller schon mal ausfallen lassen, aber den "Tag des deutschen Butterbrots" niemals, sagt er. Angefangen hat die Leidenschaft 2006. Da war der heutige Lehrer noch in der Ausbildung in Kirchheim-Teck und ganz frisch am Fachseminar. Bei einem Besuch in einer Bäckerei wird er auf den "Tag des deutschen Butterbrots" aufmerksam. Dann hört er einen Beitrag im Radio: "Das fand ich dann ganz unterhaltsam und wollte sowas auch veranstalten." Er lädt seine neuen Kommilitoninnen und Kommilitonen einfach ganz zwanglos ein. Das sei eine super Möglichkeit, um mit Leuten ins Gespräch zu kommen, dachte sich der junge Student.

Ein Butterbrot kann einem durchaus Türen öffnen.

Er schaut, was er daheim hat: ein bisschen Brot, Butter und ein wenig Kräuter. Daraus bereitet er ein kleines Menü für seine Gäste. Und tatsächlich: Das unkomplizierte Butterbrot ist ein voller Erfolg. Seither lädt Müller jedes Jahr zum Butterbrotessen ein.

Seine Frau Jutta hat er kaum gekannt, da war auch die ein "Butterbrot-Fan". "Als wir zusammengekommen sind, haben wir den Tag dann auch gleich zusammen veranstaltet. Seither ist es nicht mehr mein Tag, sondern unser Tag", sagt Sven Oliver Müller.

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Autor/in
Nathalie Waldenspuhl
Nathalie Waldenspuhl ist Reporterin für Hörfunk, Online und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen.
Stefanie Assenheimer
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