Kretschmann wollte dort nicht wohnen

Özdemir zieht in Dienstvilla auf der Stuttgarter Solitude

Neben Schloss Solitude liegt der künftige Wohnsitz von Ministerpräsident Özdemir und seiner Frau. Was es mit der Villa auf sich hat - und warum die Kretschmanns dort nicht wohnten.

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Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) und seine Frau Flavia Zaka werden in die Dienstvilla auf dem Gelände der Stuttgarter Solitude ziehen. Das bestätigte eine Sprecherin des Finanzministeriums. Zuvor hatte der "Südkurier" berichtet. Derzeit finden dort Sanierungsarbeiten statt. Wann der Einzug stattfinden wird, ist noch unklar.

Dienstvilla für Ministerpräsident Filbinger gebaut

Das Schloss Solitude wurde zwischen 1763 und 1767 erbaut. Diesem war einst ein Wirtschaftsgebäude angegliedert. An dessen Stelle wurde 1968/69 für Ministerpräsident Hans Filbinger (CDU) eine zweigeschossige Villa errichtet - angepasst an die Wohnbedürfnisse der Familie Filbinger mit fünf Kindern. Von Mitte der 1980er Jahre an nutzte Ministerpräsident Lothar Späth (CDU) die Villa, von 2006 an Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU).

Özdemirs Vorgänger Winfried Kretschmann (Grüne) blieb in Laiz bei Sigmaringen wohnen. Eine Wohnung in der Stadt kam für Gerlinde Kretschmann auch aus Kostengründen nicht infrage: "3.000 Euro Miete, so plus-minus, natürlich kalt, unmöbliert, das ist mir einfach zu teuer für eine Zweitwohnung. Und ich bin Schwäbin!", sagte sie 2011 dem SWR. Kretschmann selbst verwies auf die Größe der Villa: "Das Haus ist für mich und meine Frau einfach zu groß", sagte er der "Bild"-Zeitung.

Schloss Solitude: Zuletzt nutzte Trumpf die Villa

Von 2013 bis 2026 war die Liegenschaft an den Werkzeugmaschinen- und Laserhersteller Trumpf für Tagungen und Fortbildungen vermietet.

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SWR

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