Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Straßenverkehrsgefährdung und der fahrlässigen Körperverletzung eingeleitet. Nach Angaben der Behörde besteht nach einer Blutanalyse der Verdacht, dass der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß den Unfall am 12. Juli unter dem Einfluss eines synthetischen Betäubungsmittels verursacht hat. Er soll nicht alkoholisiert gewesen sein.
Rettungshubschrauber brachte Bareiß in Klinik
Bareiß war nach dem Unfall schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht worden. Nach Angaben der Polizei kam sein Auto mit einem neben ihm fahrenden Fahrzeug in Kontakt und überschlug sich anschließend. Der Politiker musste von der Feuerwehr aus dem Wagen befreit werden. Der Fahrer des zweiten Autos sowie zwei Mitfahrerinnen wurden ebenfalls verletzt und ins Krankenhaus gebracht.
Bareiß äußert sich bislang nicht
Zu den Ermittlungen haben sich weder Thomas Bareiß noch sein Bundestagsbüro auf Anfrage des SWR geäußert. Nach dem Unfall hatte Bareiß auf Instagram den Rettungskräften gedankt. In einem späteren Interview mit der Schwäbischen Zeitung sagte er, er könne sich an den Unfallhergang nicht erinnern und leide weiterhin unter den Folgen seiner Verletzungen.
Warum die Ermittlungen erst jetzt möglich waren
Bevor die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufnehmen konnte, musste sie zunächst das für Bundestagsabgeordnete vorgesehene Immunitätsverfahren durchlaufen.