Land will Verfall des Gebäudes stoppen

Lost Place wird wiederbelebt: Dieses alte Hotel wird Tor zum Nationalpark Schwarzwald

Vor etwa hundert Jahren war es ein schickes Schwarzwald-Hotel mit allem Komfort. Jetzt wird es wieder hergerichtet. Es soll ein Eingangstor des Nationalparks werden.

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Von Autor/in Peter Binder

Es steht unter Denkmalschutz, ist aber seit über 10 Jahren leer: Das Hotel Alexanderschanze am Kniebis-Pass bei der Schwarzwaldhochstraße. Jetzt wird es renoviert. Es soll ein neues Eingangstor für den Nationalpark Schwarzwald werden.

In einem Kreis stehen Vertreterinnen und Vertreter von Behörden und Nationalpark Schwarzwald mit Journalisten im ehemaligen Hotel, das gerade renoviert wird.
Das Amt für Vermögen und Bau und die Nationalpark-Verwaltung haben mitten in der Baustelle darüber informiert, was aus dem ehemaligen Hotel Alexanderschanze werden soll: Ein Eingangstor zum Nationalpark Schwarzwald. Peter Binder

Land will den Verfall des Hotels stoppen

Innen wird schon gearbeitet und es ist viel zu tun. Die Bausubstanz hat stark gelitten, bestätigt das Amt für Vermögen und Bau Baden-Württemberg. Vor allem seit das Haus leer steht und insbesondere unter den harten Wintern auf dem Kniebis.

Das Land hatte das Gebäude, das seit 2001 unter Denkmalschutz steht, 2015 gekauft. Von Anfang an war klar, dass es für den Nationalpark genutzt werden soll. Es habe aber seine Zeit gedauert, bis verschiedene Gremien ausdiskutiert hatten, was genau darin untergebracht wird, heißt es beim Amt für Vermögen und Bau. Zum Beispiel hat sich das Land dagegen entschieden, mit einem eigenen Gastronmie-Betrieb den Wirten ringsum Konkurrenz zu machen.

Direkt vor der Eingangstür des ehemaligen Hotels Alexanderschanze steht ein Container voller Bauschutt. Ein Schild an der Tür weist darauf hin, dass in diesem Bereich gefilmt wird.
Nicht nur der Eingangsbereich des ehemaligen Hotels Alexanderschanze wird videoüberwacht. Laut Architekt kommen immer wieder ungebetene Besucher in die Baustelle. Das sei nicht nur gefährlich - ihnen droht auch eine Anzeige. Peter Binder

Einst ein schickes Hotel im Schwarzwald

Ein Hotel stand an der Stelle auf dem Pass schon seit Ende des 19. Jahrhunderts. Das jetzige Gebäude ist etwas über hundert Jahre alt und war ein für die damalige Zeit schickes Hotel. Es gab dort sogar fließend Wasser und Elektrizität - das war zu jener Zeit etwas besonderes. Zuletzt war das Gebäude noch eine einfache Unterkunft für Wanderer.

Eine schlichte Herberge soll darin nun auch wieder entstehen, mit rund einem Dutzend einfachen Übernachtungsmöglichkeiten für Wanderer. Das Haus soll auch ein Ort werden, an dem sich Besucher und Schulklassen zu ihren Führungen mit Schwarzwald-Rangern treffen können.

Eine Schwarz-Weiß-Aufnahme des historischen Hotels Alexanderschanze an einem beschaulichen Sträßchen, im Hintergrund Wald.
Eine historische Postkarte - so sah das Hotel Alexanderschanze aus, als es nach einem Brand Anfang des 20. Jahrhunderts komplett neu aufgebaut worden war. In diesem Stil soll es renoviert werden. Anbauten aus neuerer Zeit sind bereits abgerissen. Stadtarchiv Freudenstadt

Hotel: Kosten für Renovierung liegen im Millionenbereich

Ein Teil der Nationalpark-Verwaltung soll dort auch schönere Räume bekommen. Dort können die Nationalpark-Beschäftigten gemeinsam mit Forschungsgruppen erkunden, wie sich Flora und Fauna im Nationalpark entwickeln.

Geplant ist außerdem eine kleine Ausstellung für Besucherinnen und Besucher, zum Beispiel über die an der Alexanderschanze typische Kulturlandschaft der Grinden und die Tiere, die dort weiden und sie erhalten.

Am Computer erstelltes Bild eines fein herausgeputzten Hauses im historischen Stil - so soll das Hotel Alexanderschanze aussehen, wenn es fertig renoviert ist.
So soll es aussehen, wenn es fertig ist. Das Hotel Alexanderschanze auf dem Kniebis als Südportal des Nationalparks Schwarzwald. COAST Architecture.Interior.Design, Stuttgart

Für Besucherinnen und Besucher, die aus Richtung Freudenstadt oder Bad Peterstal-Griesbach beziehungsweise Oppenau kommen, wäre es dann das Portal zum Nationalpark. Nach jetzigem Plan sollte bis Ende 2028 alles fertig sein. Die Kosten liegen laut Amt für Vermögen und Bau zwischen fünf und neun Millionen Euro.

 

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Peter Binder
Peter Binder ist Reporter für Hörfunk, Online und Fernsehen beim SWR im Studio Tübingen.

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