Es steht unter Denkmalschutz, ist aber seit über 10 Jahren leer: Das Hotel Alexanderschanze am Kniebis-Pass bei der Schwarzwaldhochstraße. Jetzt wird es renoviert. Es soll ein neues Eingangstor für den Nationalpark Schwarzwald werden.
Land will den Verfall des Hotels stoppen
Innen wird schon gearbeitet und es ist viel zu tun. Die Bausubstanz hat stark gelitten, bestätigt das Amt für Vermögen und Bau Baden-Württemberg. Vor allem seit das Haus leer steht und insbesondere unter den harten Wintern auf dem Kniebis.
Das Land hatte das Gebäude, das seit 2001 unter Denkmalschutz steht, 2015 gekauft. Von Anfang an war klar, dass es für den Nationalpark genutzt werden soll. Es habe aber seine Zeit gedauert, bis verschiedene Gremien ausdiskutiert hatten, was genau darin untergebracht wird, heißt es beim Amt für Vermögen und Bau. Zum Beispiel hat sich das Land dagegen entschieden, mit einem eigenen Gastronmie-Betrieb den Wirten ringsum Konkurrenz zu machen.
Einst ein schickes Hotel im Schwarzwald
Ein Hotel stand an der Stelle auf dem Pass schon seit Ende des 19. Jahrhunderts. Das jetzige Gebäude ist etwas über hundert Jahre alt und war ein für die damalige Zeit schickes Hotel. Es gab dort sogar fließend Wasser und Elektrizität - das war zu jener Zeit etwas besonderes. Zuletzt war das Gebäude noch eine einfache Unterkunft für Wanderer.
Eine schlichte Herberge soll darin nun auch wieder entstehen, mit rund einem Dutzend einfachen Übernachtungsmöglichkeiten für Wanderer. Das Haus soll auch ein Ort werden, an dem sich Besucher und Schulklassen zu ihren Führungen mit Schwarzwald-Rangern treffen können.
Hotel: Kosten für Renovierung liegen im Millionenbereich
Ein Teil der Nationalpark-Verwaltung soll dort auch schönere Räume bekommen. Dort können die Nationalpark-Beschäftigten gemeinsam mit Forschungsgruppen erkunden, wie sich Flora und Fauna im Nationalpark entwickeln.
Geplant ist außerdem eine kleine Ausstellung für Besucherinnen und Besucher, zum Beispiel über die an der Alexanderschanze typische Kulturlandschaft der Grinden und die Tiere, die dort weiden und sie erhalten.
Für Besucherinnen und Besucher, die aus Richtung Freudenstadt oder Bad Peterstal-Griesbach beziehungsweise Oppenau kommen, wäre es dann das Portal zum Nationalpark. Nach jetzigem Plan sollte bis Ende 2028 alles fertig sein. Die Kosten liegen laut Amt für Vermögen und Bau zwischen fünf und neun Millionen Euro.