Am Samstag kam es auf der Raststätte Siegburg-West in Nordrhein-Westfalen bei der Heimfahrt von Fans des VfB Stuttgart zu einem gewaltsamen Aufeinandertreffen von Fußballfans. Das bestätigte eine Sprecherin der Polizei des Rhein-Sieg-Kreises dem SWR auf Anfrage. "Es gab eine große Gemengelage", so die Sprecherin.
Zu Details macht die Polizei derzeit keine Angaben, da noch ermittelt werde. Ob die andere Gruppe Frankfurt-Fans waren, wie mehrere Medien berichten, wollte die Polizei dem SWR auf Nachfrage nicht bestätigen. Vonseiten der Stuttgarter Fans waren 67 Personen beteiligt, sagte die Polizei dem SWR später noch. Die Polizei weiß derzeit gesichert von einem Verletzten, der das Krankenhaus in derselben Nacht wieder verlassen konnte.
Vorfall auf Raststätte Siegburg-West: Das sagt der Busunternehmer
VfB-Fans hatten beim Busunternehmen Seitter aus Friolzheim zwei Doppeldeckerbusse für die Fahrt zum Auswärtsspiel in Dortmund und zurück angemietet, wie der Geschäftsführer des Busunternehmers Alf Seitter dem SWR bestätigte.
Seitter schildert den Vorfall nach seinem Gespräch mit den diensthabenden Fahrern so: "Die anderen Busse waren schon vorgefahren, ein Bus von uns musste noch ein paar Minuten an der Raststätte warten wegen der Lenkzeiten. Dann kamen Taxis angefahren, Leute stiegen aus und es ging direkt los." Die Aggression sei eindeutig von der Gegenseite ausgegangen, so Seitter. Zunächst habe es ein Wortgefecht gegeben.
Busfirma fährt VfB-Fans: Abstimmung zu künftigen Fahrten
Laut Seitter blieben die beiden Busfahrer unverletzt. Ein Fahrgast sei verletzt worden. Der Bus sei dann bis zum nächsten Parkplatz gefahren, wo der Bus auf Polizei und Krankenwagen getroffen sei. Dort sei der Verletzte dem Rettungsdienst übergeben und in ein Krankenhaus gebracht worden. Nach Seitters Informationen konnte der Verletzte später aber aus der Klinik entlassen werden und schließlich mit dem Bus nach stundenlanger Verspätung zurück nach Stuttgart fahren.
"Unsere Fahrer sind auf Krisensituationen geschult und haben gut reagiert", so Seitter. "Trotzdem war es ein Schock. So etwas will man nicht erleben." In wenigen Tagen fährt das Unternehmen laut Seitter erneut VfB-Fans. Die Firma sei in Abstimmung mit den Fans, was man tun könne, damit sich ein Vorfall wie am Samstag nicht wiederholt.
Der VfB Stuttgart sagte auf SWR-Anfrage zu dem Vorfall: "Der VfB Stuttgart hat derzeit nur über die polizeilichen Meldungen Kenntnis über den Vorfall erlangt, so dass wir uns aktuell nicht dazu äußern werden."