In der Panzerkaserne in Böblingen ist am Samstag der größte amerikanische Feiertag, der Unabhängigkeitstag "Independence Day“, gefeiert worden. In diesem Jahr wird er sogar noch größer begangen, da er zum 250. Mal stattfindet. Die deutschen Gäste und etwa 27.000 Angehörige der Garnison konnten Live-Musik, typische US-Spezialitäten, eine Militärfahrzeug-Ausstellung, familienfreundliche Attraktionen und Wettbewerbe erleben. Außerdem stand für den Abend ein 17-minütiges Feuerwerk an.
Independence Day mit deutschen Besuchern
Normalerweise hält sich die US-Militärgemeinde in der Region Stuttgart seit den Anschlägen am 11. September sehr bedeckt. Der Unabhängigkeitstag soll aber mit den deutschen Nachbarn geteilt werden, um den kulturellen Austausch zu fördern, die Gemeinschaft zu stärken und die lebendigen Traditionen des amerikanischen Feiertags zusammen zu feiern.
Im vergangenen Jahr waren 23.000 deutsche Besucher bei dem Feiertag, dieses Jahr könnten es wegen des extrem heißen Sommerwetters auch weniger sein. "Wir lieben die USA, sind auch mindestens einmal im Jahr dort um Urlaub zu machen", sagt Besucherin Katrin Altenburg. "Deswegen dachten wir, kommen wir einmal hier rein. Man hat die Chance ja sonst nie." Stefanie Givens, eine weitere Besucherin, sagt: "Mein Sohn ist Halbamerikaner und das ist heute ein bisschen wie Homecoming für mich. Es ist einfach der Flair von einem anderen Land, mit anderem Essen auch."
Vorgezogener Feiertag ermöglicht Heimreise
Der Unabhängigkeitstag in Böblingen, der eigentlich am 4. Juli ist, wird in Böblingen vorgefeiert. Dazu sagte Daniel Jimenez, Director Emergency Services bei der US-Army Garrison Stuttgart: "Indem wir das Event vorziehen, geben wir unserer Community die Gelegenheit, an dem Tag zu reisen oder einfach zu Hause zu entspannen."
Die Panzerkaserne ist zur Zeit eine der wichtigsten militärischen Einrichtungen der USA in Europa. Sie gehört zur US Army Garrison (USAG) Stuttgart und fungiert als zentrales Logistik- und Dienstleistungszentrum für die gesamte US-Militärgemeinschaft in der Region. Der Name Panzerkaserne geht auf die deutsche Nutzung des Geländes aus den 1930er Jahren zurück.