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Schlag gegen Cyberkriminalität: Entscheidende Hinweise kamen aus Baden-Württemberg

Die Polizei hat gemeinsam mit französischen Sicherheitsbehörden den mutmaßlichen Kopf einer Hacker-Bande festgenommen. Zuvor hatten Cyberspezialisten aus Baden-Württemberg jahrelang ermittelt.

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Ermittlungserfolg im Kampf gegen Computerbetrüger - dank Esslinger Cyberspezialisten. Die Polizei konnte in Zusammenarbeit mit französischen Sicherheitsbehörden den mutmaßlichen Kopf einer kriminellen Bande in Frankreich festnehmen. Gegen zwei 42 Jahre alte mutmaßliche Mittäter aus Rheinland-Pfalz sind Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt worden. Laut der Polizei hatte die Bande im Internet "hochprofessionell" Nutzer und Nutzerinnen betrogen und Daten geklaut - mit einer Schadenssumme von etwa einer Million Euro. Die entscheidenden Hinweise kamen dabei aus Baden-Württemberg.

Die Cyberkriminellen kommen durch Phishing-Mails an Zugangsdaten

Die Bande habe mit sogenannten Phishing-Mails verschiedene Zugangsdaten erlangt, unter anderem für das jeweilige Online-Banking und Mobilfunkkonto der in Deutschland ansässigen Opfer. Die Cyberkriminellen haben dann laut Polizei durch weitere Manipulationen von den Konten der Opfer Geld abgebucht, ohne dass die Opfer dies zunächst bemerkten.

Die betrügerisch erlangten Geldbeträge seien schließend auf gefälschte Kryptowährungskonten transferiert und weiter verschleiert worden, teilte das für die Ermittlungen zuständige Polizeipräsidium Reutlingen mit.

Esslinger Cyberspezialisten ermitteln jahrelang

Cyberspezialisten der Kriminalpolizeidirektion Esslingen kamen nach mehrjährigen Ermittlungen den mutmaßlichen Computerbetrügern und deren krimineller Vorgehensweise auf die Spur: Die Kriminalpolizeidirektion Esslingen führte dabei die zentralen Ermittlungen für alle im Bundesgebiet registrierten Fälle durch, zudem haben die Esslinger Beamten auch im Ausland ermittelt. Schon zuvor hatte die Esslinger Ermittlungsgruppe mehrfach Erfolge erzielt - und dabei auch mit dem FBI kooperiert. Diesmal hatten die Experten für Computerbetrug drei Tatverdächtige als Teil der Bande identifiziert.

Drei Tatverdächtige in Frankreich und RLP festgenommen

Der mutmaßliche Kopf der Bande, ein 36-Jähriger, ist am Dienstag in Frankreich festgenommen worden und sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Gegen zwei 42 Jahre alte mutmaßliche Mittäter aus Rheinland-Pfalz sind von der Staatsanwaltschaft Hechingen (Zollernalbkreis) Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt worden. Beide sind nach Abschluss der Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt worden, hieß es.

Betroffen ist einem Polizeisprecher zufolge in Deutschland eine niedrige zweistellige Zahl an Opfern, darunter auch einige aus dem Zuständigkeitsbereich des Reutlinger Präsidiums, das deswegen die Ermittlungen führte.

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Alban Löffler
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