Die Heilbronner Kriminalpolizei hat gemeinsam mit polnischen Behörden eine mutmaßliche internationale Diebesbande zerschlagen. Die Bande soll vor allem Jeeps gestohlen haben. Die Polizei ermittelt zu mehr als 30 Fällen in den Bereichen Heilbronn, Ludwigsburg, Mannheim, Aalen, Reutlingen und Stuttgart.
Die beiden Hauptverdächtigen sind 43 und 34 Jahre alt. Sie sollen Wohngebiete in Deutschland ausgekundschaftet und dort Autos gestohlen haben. Die Fahrzeuge sollen sie mit einem elektrischen Gerät, einem sogenannten Jammer, aufgebrochen und gestartet haben. Anschließend sollen die Autos laut Polizei mit falschen Kennzeichen versehen und in anderen Gemeinden - deutlich von den eigentlichen Tatorten entfernt - abgestellt worden sein. Von dort soll ein weiteres Bandenmitglied die Autos nach Polen gebracht haben. Dieser Mann konnte bislang nicht gefunden werden.
Zwei Verdächtige der Auto-Diebesbande in Polen in Polen festgenommen
Bei Durchsuchungen in Deutschland und Polen Ende Juli fanden die Ermittler unter anderem den sogenannten Jammer und Navigationsgeräte. Der 43-Jährige wurde Anfang August in Polen aufgrund eines Europäischen Haftbefehls festgenommen. Sein 34-jähriger mutmaßlicher Komplize sitzt dort bereits seit Januar wegen eines anderen Verfahrens in Haft.
Zusammenarbeit mit polnischen Behörden führt zu Fahnungserfolg
Heilbronns Polizeipräsident Frank Spitzmüller betonte die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Die Heilbronner Kriminalpolizei habe sich bei der Bekämpfung organisierter Banden in Baden-Württemberg etabliert. Auch die Staatsanwaltschaft Heilbronn hob hervor, dass die Zusammenarbeit mit polnischen Behörden für die Aufklärung dieser grenzüberschreitenden Straftat entscheidend gewesen sei.