Sein Plastinations-Verfahren wurde zum Welterfolg

Heidelberger "Körperwelten"-Gründer Gunther von Hagens gestorben

Der Mediziner Gunther von Hagens ist am Freitag gestorben. Er erfand in den 70er Jahren ein Verfahren zum Konservieren von Leichen. Mit der Ausstellung "Körperwelten" wurde er berühmt.

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Von Autor/in Liam Gutknecht

Der Leichenpräparator Gunther von Hagens ist tot. Er starb im Alter von 81 Jahren. Das teilte das von ihm gegründete Heidelberger Institut für Plastination am Montag mit. Von Hagens hat lange in Heidelberg gearbeitet und gilt als Erfinder des Plastinationsverfahrens. Dabei werden die Körper von Verstorbenen auf spezielle Weise konserviert.

"Körperwelten" macht Anatomie des Menschen erlebbar

Von Hagens wurde mit der Ausstellung "Körperwelten" berühmt. Dort sind zahlreiche echte menschliche Körper und Körperteile ausgestellt, was immer wieder auch viel Kritik auslöste, unter anderem von Kirchenvertretern. Seine "Körperwelten"-Ausstellungen zogen weltweit Millionen Besucher an. Eine der ersten und erfolgreichsten Ausstellungen war im Landesmuseum für Technik und Arbeit - heute Technoseum - in Mannheim zu sehen. Mit rund 780.000 Besucherinnen und Besuchern war es eine der erfolgreichsten Ausstellungen der 90er Jahre.

Gunther von Hagens Körper soll konserviert werden

Der Mediziner wurde am 10. Januar 1945 in Alt-Skalden (heute Polen) geboren. 1993 gründete er in Heidelberg das Institut für Plastination.

Von Hagens litt seit Jahren an Parkinson. Er hinterlässt drei Kinder. Seine Ehefrau führte seit seiner Erkrankung die "Körperwelten" weiter. Das Institut für Plastination teilte mit, es sei von Hagens Wunsch gewesen, dass auch sein eigener Körper plastiniert werde.

Ein menschliches Skelett steht am Institut für Anatomie und Zellbiologie der Uni Gießen in einem Saal, in dem an Körperspenden gearbeitet wird: Heute sind Körperspenden freiwillig, die anatomischen Institute haben ethische Regeln, wie Studierende und Mitarbeiter mit ihnen umgehen. Einige ältere Präparate stammen von Opfern der NS-Zeit.

Anatomie Körperspenden – Nach dem Tod der Wissenschaft dienen

Heute sind Körperspenden freiwillig, die anatomischen Institute haben ethische Regeln, wie Studierende und Mitarbeiter mit ihnen umgehen. Einige Präparate stammen aus der NS-Zeit.

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Isabel Handrich
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