Es war Millimeter-Arbeit: In der Nacht zum Sonntag haben zwei riesige, rote Kräne die beiden 45 Meter langen und 81 Tonnen schweren Teile der neuen Fußgänger- und Radfahrer-Brücke über die B38 im Mannheimer Norden in ihre endgültige Position gehievt.
Der Einhub verlief deutlich schneller als geplant. Bereits vor sieben Uhr am Sonntagmorgen hatten die beiden Kranführer dafür gesorgt, dass der Steg genau dort eingepasst werden konnte, wo er vorgesehen war. Große Erleichterung deshalb beim gesamten Projektteam um Projektleiter Farsad Tawakol.
B38 in Mannheim ist wieder frei befahrbar
Die Sperrrung hat am Samstagabend um 22 Uhr begonnen und sollte bis Montagmorgen 4 Uhr dauern. Weil die Arbeiten schneller liefen als geplant, konnte die Bundesstraße bereits um Mitternacht wieder freigegeben werden.
Franklin-Steg: Brücke aus Holz und Carbonbeton
Der Steg verbindet künftig den neuen Stadtteil Franklin mit dem alten Stadtteil Vogelstang. Die übrigen Arbeiten - also etwa die Anschlüsse an die vorhandenen Wege - können bei laufendem Betrieb erfolgen. Der Steg selbst soll voraussichtlich im November für Fußgänger und Radfahrer freigegeben werden.
Der Franklin-Steg gilt als zukunftsweisendes und nachhaltiges Projekt, weil er aus Holz und Carbonbeton hergestellt wurde. Deshalb - und weil er den Radverkehr fördert - übernimmt der Bund die komplette Finanzierung von rund neun Millionen Euro.