Heute Abend hebt sich der Vorhang zum ersten Mal. Die renommierte "GöteborgsOperans Danskompani" präsentiert zwei Stücke zum Auftakt.
"Schräg, humorvoll und körperlich intensiv": So beschreibt das Ensemble aus Schweden sein Tanzstück "See You Sunday", mit dem es die 22. Ludwigshafener Festspiele eröffnen wird. Die beiden Choreographen Sarah Baltzinger und Isaiah Wilson setzen sich darin mit dem Thema Doppelgänger und den damit verbundenen unheimlichen Empfindungen auseinander.
Sie zeichnen das Bild einer "surrealen Welt, in der Humor und Angst nebeneinander existieren." Außergewöhnlich ist dabei nicht nur das Thema des Stücks, sondern auch die Tatsache, dass es sich um eine Uraufführung handelt.
Hip-Hop-Tänze auf dem Schulhof
Nach einer Pause geht es weiter mit dem zweiten Auftritt der "GöteborgsOperans Danskompani". Das Hip-Hop-Tanzstück heißt "We Made a Mess!" und ist zum ersten Mal in Deutschland zu sehen. Der international renommierte Choreograph Botis Seva hat sich darin mit den Machtverhältnissen auf dem Schulhof beschäftigt.
Ludwigshafen statt Göteborg
Seit einigen Tagen laufen die Proben der Künstler in Ludwigshafen. Für die Organisatoren der Festspiele ist das eine außergewöhnliche Situation, finden Premieren doch normalerweise im eigenen Haus statt. "Göteborg gehört zu den führenden Ballett-Ensembles in Europa", freut sich Pressesprecherin Roswita Schwarz von den Pfalzbau Bühnen.
Und auch Intendant Tilman Gersch spricht von "zwei modernen, fantastischen Choreografien" und schwärmt: "Ein Haus der ersten Ordnung macht eine Weltpremiere hier bei uns in Ludwigshafen."
Bläser, Band und Politik-Prominenz
Die zwei Stücke aus Schweden werden eingerahmt von weiteren Programmpunkten. Davor wird das Bläser-Ensemble der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz spielen. Im Anschluss an "See You Sunday" und "We made a Mess!" gibt es ein Publikumsgespräch und eine Band sorgt für den richtigen Ausklang des Abends.
Auch Ministerpräsident Gordon Schnieder und Oberbürgermeister Klaus Blettner werden zur Eröffnung der Festspiele anwesend sein und ein paar Grußworte an das Publikum richten.
Resttickets für 31 Euro
Generell laufe der Vorverkauf sehr gut, meint Schwarz. Einige Vorstellungen, darunter das Tanzstück "Vollmond" im Dezember, sind schon komplett ausverkauft.
Für die Premiere heute Abend sind noch wenige Tickets im zweiten Rang für 31 Euro verfügbar. Aber auch bei ausverkauften Vorstellungen meint Schwarz: "Es lohnt sich immer an die Abendkasse zu kommen." Wenn Tickets mal nicht abgeholt werden, dann könnte man Glück haben.