Rund 300 neue Stellen geplant

Rüstungskonzern Hensoldt will neues Entwicklungszentrum bauen und qualifizierte Bosch-Mitarbeiter übernehmen

Der Rüstungskonzern Hensoldt will in Leinfelden bei Stuttgart bis Ende 2027 ein neues Entwicklungszentrum aufbauen - in Kooperation mit dem Elektronikriesen Bosch.

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Bis Ende 2027 soll das neue Entwicklungszentrum von Hensoldt in Leinfelden bezogen sein. Dort sollen rund 300 Stellen entstehen.

So sieht die Kooperation von Hensoldt und Bosch aus

Hensoldt wird freie Flächen von Bosch Powertools in Leinfelden anmieten. Im Fokus des neuen Standortes stehen den Angaben zufolge Software-Architekturen für vernetzte, updatefähige Verteidigungssysteme sowie die Weiterentwicklung von Entwicklungsprozessen, wie sie in der Automobilentwicklung seit Jahren etabliert seien, teilte Hensoldt mit.

Das Unternehmen ist in Baden-Württemberg bereits an mehreren Standorten vertreten: in Ulm, Oberkochen, Immenstaad am Bodensee, Pforzheim und Aalen.

Bosch: "Kompetenzen in der Region halten"

Darüber hinaus sieht die Kooperationsvereinbarung der beiden Unternehmen vor, dass Bosch-Mitarbeiter mit geeignetem Profil einen neuen Job in dem Entwicklungszentrum erhalten können. Das könnten laut einer Mitteilung von Bosch Mitarbeitende etwa aus den Bereichen Systementwicklung, Softwareentwicklung und Elektrotechnik sein. Wer hier eine Qualifikation hat, kann sich auf die Stellen bei dem Sensor- und Radarspezialisten bewerben.

Bosch betont in der Mitteilung: Man habe frühzeitig damit begonnen, den Strukturwandel in der Automobilindustrie aktiv zu gestalten. Ziel sei es, wertvolle Kompetenzen in der Region zu halten und die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg zu sichern.

Wirtschaftslage bei Bosch weiter schwierig

Der Auto-Zulieferer leidet nicht nur in seinem Kernbereich, wo ihm unter anderem der schleppende Wandel zur Elektro-Mobilität zusetzt, sondern auch in fast allen anderen Geschäftsfeldern. Nach eigenen Angaben ist Bosch in vielen Bereichen mittlerweile nicht mehr wettbewerbsfähig.

Um das Ruder herumzureißen, wird kräftig an Personal und Strukturen gespart. Allein in der Zuliefersparte will der Konzern in den kommenden Jahren bis zu 22.000 Stellen streichen.

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SWR

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