Brennende Hybridfahrzeuge stellen Feuerwehren in der Region vor immer größere Herausforderungen. Die Einsätze seien gefährlicher als mit E-Autos oder Verbrennern, sagte Jürgen Vogt von der Heilbronner Feuerwehr dem SWR. Das liegt vor allem an den orangefarbenen Hochvoltkabeln in der Motorhaube der Hybridfahrzeuge, so Vogt. Die Kabel hätten eine sehr hohe Spannung und müssten im Brandfall schnell abgeschaltet werden.
Ob ein solches Kabel auch für den Brand eines neuwertigen Hybridfahrzeugs an einer Tankstelle in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) Ende August gesorgt haben, ist nicht klar. Allerdings geht die Polizei von einem technischen Defekt im Motorraum aus. Das hätten Aufnahmen der Videoüberwachung der Tankstelle gezeigt, teilte die Polizei auf SWR-Anfrage mit. Deshalb sei auch kein Gutachter hinzugezogen worden.
Hybridfahrzeuge für Feuerwehr schwierig zu löschen
Im Ernstfall hat die Heilbronner Feuerwehr immer ein Tablet dabei, um nachzuschauen, welche Antriebsart das Fahrzeug hat und wo die Sicherungskästen sind. So können dann auch weitere Gefahrenstellen erkannt werden, die sich von Typ zu Typ unterscheiden.
Trotzdem seien Hybridautos in der Regel schneller zu löschen als E-Autos. Laut Jürgen Vogt liegt das daran, dass die E-Fahrzeuge mehr Batterien haben und diese oft im Unterboden schlecht zugänglich sind.
B27 war für Einsatz teilweise gesperrt Hybrid-Auto an Tankstelle in Neckarsulm ausgebrannt
An einer Aral-Tankstelle in Neckarsulm hat am Mittwochvormittag ein Auto gebrannt. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen. Die Polizei ermittelt.
B27 musste nach Brand mit Hybirdfahrzeug gesperrt werden
Bei dem Brand eines Hybridfahrzeugs im August in Neckarsulm war die Feuerwehr mit einem Großaufgebot vor Ort und konnte das Feuer schnell löschen. Die Flammen beschädigten damals auch eine Zapfsäule sowie das Dach der Tankstelle. Die B27 musste wegen der starken Rauchentwicklung zeitweise gesperrt werden. Verletzt wurde allerdings niemand.