Beim Bau der Stromtrasse SuedLink gibt es unerwartete Probleme. Wegen geologischer Risiken sind die Arbeiten beim Salzbergwerk in Bad Friedrichshall (Kreis Heilbronn) gestoppt worden. Das hat der Betreiber TransnetBW erklärt. Demnach muss die bisherige Planung angepasst werden, weil es neue geologische Erkenntnisse gibt. Die Leitung kann deswegen vorerst nicht durch die Salzbergwerke geführt werden.
Nach Baustopp von SuedLink: Alternative Lösung für Salzbergwerk wird entwickelt
Gemeinsam mit dem Bergwerksbetreiber habe man eine alternative Lösung entwickelt, die zurzeit technisch ausgearbeitet werde. Nähere Angaben wollte Transnet-BW nicht machen. Am Dienstagabend soll der Bad Friedrichshaller Gemeinderat informiert werden. Ob ein neuer Planfeststellungsbeschluss nötig wird und wie sich die aktuellen Erkenntnisse auf den Zeitplan und die Kosten auswirken, ist offen. Bislang war die Inbetriebnahme für Ende 2028 geplant.
Bereits 2023 wurde mit den Arbeiten für die Stromtrasse durch das Bergwerk begonnen. Die Umsetzung eines Erdkabelvorhabens "unter Tage" sei weltweit einzigartig, hieß vor Beginn der Arbeiten von den Südwestdeutschen Salzwerken (SWS). In rund 200 Meter Tiefe sollen knapp 16 Kilometer Kabel durch die Grubenbaue der SWS gezogen werden.
Immer wieder Probleme beim Bau der Stromtrasse
Die Stromtrasse SuedLink ist 700 Kilometer lang und soll Windstrom aus Norddeutschland nach Baden-Württemberg und Bayern bringen. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Kritik und Verzögerungen. Unter anderem hatte die Umweltorganisation BUND wegen möglicher Umweltschäden einen Baustopp gefordert.