Schnee und Frost sorgen in der Region Heilbronn-Franken für reichlich Winterstimmung. Die eisigen Temperaturen der vergangenen Tage haben kleinere Gewässer bereits zufrieren lassen. Doch unter der noch vielerorts makellosen Eisfläche lauert Gefahr: Die Schicht ist dünn und das Betreten lebensgefährlich. Ordnungsämter und Feuerwehren warnen eindringlich davor, denn: Winterlicher Spaß ist hier noch tabu.
Zugefrorene Seen, aber dünnes Eis: Hohe Bußgelder drohen
Mit Schlitten und Schlittschuhen auf den gefrorenen See? Die Gemeinden in der Region warnen davor - noch sei das Eis nicht dick genug. Die Eisschicht reiche bei Weitem nicht aus, heißt es beispielsweise von der Stadt Heilbronn. Hier kontrolliert das Ordnungsamt die Eisflächen regelmäßig.
Besonders streng ist die Regelung zum Beispiel in Zaberfeld (Kreis Heilbronn): Auf dem Stausee Ehmetsklinge ist Eislaufen strikt verboten. Wer sich nicht daran hält, riskiert sogar ein Bußgeld von bis zu 100.000 Euro. Am Marstadter See bei Lauda-Königshofen (Main-Tauber-Kreis) ist der Zugang komplett gesperrt. Der zuständige Verein befürchtet, dass Schlittschuhlaufen die Fische aus dem Winterschlaf wecken könnte - mit tödlichen Folgen.
Etwas entspannter sieht es am Starkholzbacher See bei Schwäbisch Hall aus. Dort ist das Betreten grundsätzlich erlaubt, allerdings auf eigene Gefahr. Eine spezielle Freigabe durch die Stadt gibt es nicht, heißt es. Bis die Eisfläche tragfähig wäre, würden aber ohnehin noch mehrere Frostnächte fehlen.