Nicht angelegte Sicherheitsgurte und eine fehlende Kindersicherung können beim Autofahren lebensgefährlich sein. Ausgerechnet diese beiden Punkte sind nun bei der Kontrollaktion "Sicherer Schulweg" des Polizeipräsidiums Heilbronn die beiden häufigsten Verstöße gewesen. Insgesamt sind bei 430 Kontrollen über 600 Verstöße festgestellt worden. Die Polizei kündigte deshalb an, auch in Zukunft im Bereich der Schulwege zu kontrollieren.
Kontrollaktion der Polizei soll Sicherheit erhöhen
Über 160 Verstöße wurden wegen nicht angelegter Sicherheitsgurte beziehungsweise fehlender Kindersicherung festgestellt. Dazu wurden 112 Geschwindigkeitsverstöße, vor allem in 30er-Zonen vor Schulen, registriert. Auch bei den überprüften Fahrrädern von Kindern und Jugendlichen sowie beim Verhalten der Schülerinnen und Schüler im Straßenverkehr stellten die Beamten eine Vielzahl von Mängeln und Verstößen fest.
Ziel der Aktion war es, die Sicherheit von Schülerinnen und Schülern auf ihren Wegen zur Schule zu erhöhen. Im Fokus standen unter anderem Geschwindigkeitsverstöße in der Nähe von Schulen, das Verhalten an Bushaltestellen und Fußgängerüberwegen sowie Falschparker, die Geh- und Radwege blockieren.
Bei ähnlichen Kontrollen der Polizei im Kreis Schwäbisch Hall haben die Beamten vor allem festgestellt, dass viele Eltern im Halteverbot parkten. Zudem wurden viele mit dem Handy am Steuer erwischt. Insgesamt wurden rund 80 Ordnungswidrigkeiten angezeigt. Und auch hier waren viele Kinder nicht richtig oder gar nicht angeschnallt.
Kontrollwoche des Polizeipräsidiums Heilbronn "Alarmierendes Ergebnis": Viele Kinder nicht korrekt angeschnallt
Nicht angeschnallt und dann noch das Handy in der Hand? So wird Autofahren zum gefährlichen Unterfangen. Eine Woche lang hat die Polizei kontrolliert und hat erschreckende Zahlen.
Gurtmuffel und Handy am Steuer sind keine neuen Probleme
Unter anderem im Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn gibt es regelmäßig solche Kontrollen. Auch im vergangenen Jahr wurden reihenweise Fahrerinnen und Fahrer erwischt, die sich oder ihre Kinder nicht richtig oder gar nicht angeschnallt hatten. Die Polizei sprach damals von einem "alarmierenden Ergebnis". Sicherheitssysteme wie der Airbag können nach Angaben der Polizei ihre volle Schutzwirkung nur in Kombination mit dem angelegten Sicherheitsgurt entfalten.