Nach einer Serie von Bränden rund um den Schemelsbergtunnel bei Weinsberg (Kreis Heilbronn) geht die Polizei inzwischen davon aus, dass die Feuer vorsätzlich gelegt worden sein könnten. Zwischen dem 29. Juli und dem 12. August hat es dort nach Angaben der Polizei insgesamt neunmal gebrannt. Grund für den Verdacht sei vor allem die Häufigkeit der Brände, sagt ein Sprecher der Polizei Heilbronn. Die Ermittler suchen deshalb nach Zeugen.
Aufgrund der Vielzahl und der Häufigkeit der Brände gehen wir schon davon aus, dass es vorsätzliche Brandstiftung gewesen ist.
Zuletzt brannten 6.000 Quadratmeter Fläche
Erst am Montagnachmittag hatte es am Schemelsberg erneut gebrannt. Rund 6.000 Quadratmeter Fläche waren betroffen. Wegen des Feuers wurde unter anderem der Kletterpark in Weinsberg vorsorglich evakuiert, knapp 50 Besucherinnen und Besucher mussten das Gelände verlassen.
Der erste Brand der Serie war am 29. Juli ausgebrochen. Damals brannte eine Fläche von etwa drei Fußballfeldern. Ausgangspunkt war ein brennender Reisighaufen. Die Flammen griffen auf Anhänger über, die teilweise mit Reifen beladen waren. Wegen der starken Rauchentwicklung musste auch die A6 zeitweise gesperrt werden.
Zwei Brände innerhalb weniger Stunden Flächenbrand am Schemelsbergtunnel an der A6: Autobahn stundenlang gesperrt
Ein Flächenbrand direkt neben der A6 bei Weinsberg hat am Mittwochabend einen Großeinsatz von Feuerwehr und THW ausgelöst. Die Autobahn musste zeitweise voll gesperrt werden.
Auch bei Obersulm hat es erst gebrannt
Auch an anderer Stelle in der Region musste die Feuerwehr zuletzt wegen eines Flächenbrands ausrücken. In der Nacht auf Dienstag brannte zwischen Obersulm-Willsbach (Kreis Heilbronn) und Bretzfeld-Dimbach (Hohenlohekreis) eine etwa 50 mal 100 Meter große Fläche. Die Feuerwehr Obersulm war nach eigenen Angaben mit 53 Einsatzkräften vor Ort und setzte auch eine Drohne ein, um nach Glutnestern zu suchen.
Auch hier schließt die Polizei Brandstiftung nicht aus. Anders als bei der Serie am Schemelsberg gehen die Ermittler allerdings eher von Fahrlässigkeit aus. Nach Angaben eines Polizeisprechers könnte beispielsweise eine achtlos weggeworfene Zigarette das Feuer ausgelöst haben.
Zeugen, die im Bereich des Schemelsbergs verdächtige Beobachtungen gemacht haben, können sich beim Polizeirevier Neckarsulm melden.