Am Mittwochnachmittag starten zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus Heilbronn-Franken in die Sommerferien. Baden-Württemberg ist mit seinem Ferienstart Ende Juli das vorletzte Bundesland, in dem die Sommerferien beginnen. Schülerinnen und Schüler aus Bad Mergentheim (Main-Tauber-Kreis) finden den Termin perfekt. Die Campingplätze und Eisdielen blicken dagegen sorgenvoll auf den verregneten Ferienstart.
Diskussion um späten Ferienbeginn in BW: Schülerinnen und Schüler freuen sich
Zuletzt kam aus Nordrhein-Westfalen Kritik an der Sonderregelung des Ferienstarts für Baden-Württemberg und Bayern. Schülerinnen und Schüler aus Bad Mergentheim finden den späteren Beginn der Sommerferien perfekt. In einer SWR-Umfrage freuen sie sich unter anderem darüber, dass sie so den gesamten August Ferien haben. Wenn die Ferien starten, werde es warm, wenn die Ferien aufhören, werde es wieder kälter. Auch im Urlaub sei dann gegen Ende nicht mehr so viel los.
Regen zum Ferienbeginn: Campingplätze und Eisdielen rechnen mit Einbußen
Noch lässt das wärmere Wetter zu Ferienbeginn allerdings auf sich warten. Deshalb rechnen einige Campingplätze im Main-Tauber-Kreis mit weniger Buchungen und finanziellen Einbußen. Der Campingplatzbesitzer Sven Schmid aus Wertheim (Main-Tauber-Kreis) berichtet beispielsweise, dass er zwar bereits einige Reservierungen habe. Allerdings hätten die spontanen Nachfragen durch den Regen stark abgenommen. Deshalb geht auch der Betreiber Jens Hausotter aus Creglingen (ebenfalls Main-Tauber-Kreis) von weniger Tagescampern in diesem Jahr aus. Viele würden direkt in den Süden fahren.
Auch der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA im Main-Tauber-Kreis rechnet damit, dass viele Menschen noch spontan in den Süden fahren, anstatt in Baden-Württemberg Urlaub zu machen. Für die Eisdielen sei das Wetter ebenfalls ein Nachteil, sagt Eisdielenbetreiberin Alina Simonetti aus Öhringen (Hohenlohekreis). Wenn es kühl und regnerisch ist, sei weniger los.