Angesichts der hochsommerlichen Verhältnisse in den vergangenen Wochen sind die Grundwasservorräte in Baden-Württemberg aktuell niedriger als vor einem Jahr. "Anfang Juli 2026 überwiegen in Baden-Württemberg unterdurchschnittliche Grundwasserverhältnisse mit rückläufiger Entwicklungstendenz", heißt es im Bericht "Grundwasserstände und Quellschüttungen" der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) in Karlsruhe. Großräumige Engpässe in der Wasserversorgung seien aufgrund der momentanen Beobachtungen allerdings nicht zu erwarten.
Jede dritte Messstelle unterhalb des Normalbereichs
Die Grundwasserstände und Quellschüttungen bewegen sich den Angaben zufolge auf unterdurchschnittlichem Niveau, aber meist noch innerhalb des unteren Normalbereichs. Jede dritte Messstelle liege aber darunter, heißt es in dem Bericht.
Betroffen seien unter anderem südöstliche Landesteile. "Die Situation hat sich in den vergangenen Wochen auch im Neckarbecken zugespitzt", teilen die Fachleute mit.
Die Flächen mit niedrigen Grundwasserverhältnissen werden zunehmen.
So sieht es in den Bodenschichten aus
Die oberen Bodenschichten seien wegen der hohen Temperaturen und der Verdunstung ausgetrocknet, heißt es in dem Bericht weiter. In tieferen Bodenschichten sei noch eine gewisse Restfeuchte vorhanden. Allerdings dürfte eine Neubildung aus Niederschlägen in Kürze unterbrochen werden, erläutern die Experten.
Für die Bewertung berücksichtigt die LUBW die aktuelle Situation, setzt sie in Bezug zur bisherigen Entwicklung und erstellt Prognosen. Dabei werden Faktoren wie Bodenfeuchte, meteorologische Daten wie Temperatur und Niederschläge sowie der bisherige saisonale gewässerkundliche Jahresverlauf der Messstellen herangezogen.