Am Dienstagabend ist vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ein neuer Satellit in das Weltall gestartet. Er soll künftig die Erde beobachten - mithilfe eines Radarinstrumentes von Airbus in Immenstaad (Bodenseekreis).
Satellit Sentinel-1D umkreist Erde in 700 Kilometern Höhe
Pünktlich um kurz nach 22 Uhr unserer Zeit hob die europäische Trägerrakete Ariane 6 mit dem Satelliten Sentinel-1D ab. Eine gute halbe Stunde nach dem Start erreichte der Satellit laut europäischer Weltraumorganisation ESA seine Umlaufbahn rund 700 Kilometer über der Erde.
Eines der zentralen Teile des Satelliten kommt von Airbus in Immenstaad: Das Radarinstrument. Es ermöglicht, Aufnahmen der Erde nicht nur bei Tag und Nacht, sondern auch bei jedem Wetter auf der Erdoberfläche zu machen. Gebaut wurde es laut Airbus über mehrere Jahre am Bodensee. Sentinel soll damit künftig etwa Meereis, Gletscher, aber auch den Seeverkehr und Ölverschmutzungen beobachten.
Dieser Start an Bord der Ariane 6 ist ein wichtiger für die ESA, da er die Copernicus Sentinel-1 Mission abschließt
Satelliten sammeln zahlreiche Daten über Zustand der Erde
Sentinel-1D ist Teil des europäischen Copernicus-Erdbeobachtungsprogramms. Es hat sich laut ESA zum Ziel gesetzt, den Zustand der Erde kontinuierlich zu erfassen. Dazu zählen Daten über Ozeane, Landoberflächen, die Atmosphäre und den Klimanwandel. Insgesamt 12 Satelliten sind dafür nun im All. Sentinel-1D soll später einen älteren Satelliten ersetzen.