Die Elektrifizierung der Bodenseegürtelbahn zwischen Radolfzell und Friedrichshafen ist einen Schritt weitergekommen: Am Montag haben Vertreter der Landkreise Konstanz und Bodenseekreis sowie Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) in Überlingen (Bodenseekreis) die Finanzierungsvereinbarung für die weitere Planung des Bahnausbaus unterzeichnet.
Zuvor hatten sich der Bund, das Land Baden-Württemberg und die Kommunen entlang der Bodenseegürtelbahn darauf geeinigt, wer welche Kosten in welcher Höhe übernimmt. Auf die Kommunen kommen demnach 80 Millionen Euro zu. Ursprünglich war von bis 140 Millionen Euro die Rede. Dagegen hatten sie sich gewehrt.
Bodenseegürtelbahn wird durch Elektrifizierung und Ausbau moderner
Die rund 60 Kilometer lange Bahnstrecke soll auf rund einem Drittel zweigleisig ausgebaut und komplett elektrifiziert werden. Moderne und klimafreundliche Elektrotriebwagen sollen die Dieseltriebwagen ersetzen. Zusätzlich wird im Kreis Konstanz auch die sogenannte Seehäsle-Strecke zwischen Stahringen und Stockach über zehn Kilometer elektrifiziert.
Die Elektrifizierung soll die "Diesellücke" in der Region schließen. Denn die anderen Bahnstrecken in der Region sind inzwischen bereits elektrifiziert worden.
Insgesamt kostet das Projekt 650 Millionen Euro. Der Bund übernimmt mit 435 Millionen den größten Anteil, das Land steuert 135 Millionen bei. 80 Millionen Euro kommen von den Kommunen. Laut Landesregierung ist dies der letzte Lückenschluss in der Region. In zehn Jahren sollen die ersten elektrischen Züge fahren.