Trotz gescheiterter Übernahme des Herz-Zentrums Bodensee

Herzchirurgie soll in Konstanz bleiben

Die Übernahme des insolventen Herz-Zentrums Bodensee ist gescheitert. Der Klinikverbund des Kreises Konstanz will dennoch an Plänen für eine eigenen Herzchirurgie in Konstanz festhalten.

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Von Autor/in Thorben Langwald

Der Gesundheitsverbund im Kreis Konstanz will eine eigene Herzchirurgie am Klinikum Konstanz unabhängig vom bisherigen Herz-Zentrum aufbauen. Wie der Gesundheitsverbund des Landkreises Konstanz, kurz GLKN, mitteilt, gibt es dazu einen klar strukturieren, schrittweisen Prozess ab 2026. Hierzu stehe der Klinikverbund im Austausch mit dem Landesgesundheitsministerium. Mittelfristig schaffe man so auch neue Perspektiven für die Fachkräfte in der Region, heißt es weiter.

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Ursprünglich wollte der GLKN das insolvente Herz-Zentrum Bodensee in Konstanz übernehmen. Am Mittwoch ist jedoch das Scheitern der Pläne bekannt geworden. Der Gesundheitsverbund spricht von unüberwindbaren Hürden. Die finanziellen Rahmenbedingungen seien wirtschaftlich nicht darstellbar gewesen. 

Letztlich waren die finanziellen Rahmenbedingungen jedoch nicht mit unserer Verantwortung als Gesundheitsversorger in kommunaler Trägerschaft vereinbar und wirtschaftlich nicht darstellbar.

Die Gespräche zwischen dem GLKN, dem Insolvenzverwalter sowie dem Eigentümer der HZB-Immobilie seien nun abgeschlossen. Mit dem Aufbau eines eigenen Angebots der Herzchirurgie soll eine wohnortnahe Lösung geschaffen werden, heißt es weiter vom Gesundheitsverbund des Kreises Konstanz. Für den Zeitraum von der Schließung des Herz-Zentrums Bodensee bis zur Inbetriebnahme der neuen Herzchirurgie werde es allerdings keine herzchirurgischen Operationen im Kreis Konstanz geben. Die kardiologische und elektrophysiologische Versorgung werde auf die Krankenhäuser im Kreis und im Umkreis verteilt werden.

Reaktion des Sozialministeriums Baden-Württemberg

Auf Anfrage des SWR hieß es vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, dass es sich sehr für den Erhalt der herzchirurgischen Versorgung vor Ort einsetze. Das überraschend angekündigte Aus für das Herz-Zentrum Konstanz, bedauere es sehr. Es sei gut, dass das Klinikum Konstanz dennoch an seinen Plänen festhalte, eine eigene Herzchirurgie aufzubauen. Diese Pläne will das Ministerium sehr unterstützen und weiterhin konstruktiv begleiten.

Über den Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz

Der Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz (GLKN) ist ein kommunaler Gesundheitsversorger. Nach eigenen Angaben versorgen über 3.800 Mitarbeitende Patientinnen und Patienten der Hegau-Bodensee-Region und darüber hinaus. Mit Kliniken in Konstanz und Singen sowie spezialisierten medizinischen Zentren bietet der GLKN stationäre und ambulante Leistungen.

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Thorben Langwald
SWR-Redakteur Thorben Langwald Autor Bild

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