Es ist heiß, der Wunsch nach einer Abkühlung groß: Da liegt es nahe, ins kühle Nass zu springen. Wer am Bodensee wohnt oder dort gerade Urlaub macht, muss aber aktuell etwas länger nach diesem kühlen Nass suchen. Denn der Bodensee hat so wenig Wasser wie selten zuvor um diese Jahreszeit. Doch am Bodensee gibt es trotzdem noch einige Stellen, wo Baden gut möglich ist.
In Friedrichshafen gibt es im Strandbad einen langen Steg raus ins Wasser, wenn man bis ganz nach vorne läuft, kann man direkt schwimmen. Im Strandbad Meersburg (Bodenseekreis) geht es gleich tief rein ins Wasser und es ist schön kühl.
Weniger Wasser als im Winter Historisches Ereignis: Bodensee erreicht niedrigsten Wasserstand des Jahres
Der Bodensee ist im August erstmals unter seinen eigenen Wintertiefstand gefallen. Dass der See im Sommer niedriger ist als im Winter, ist besonders ungewöhnlich.
Einige Badestellen bieten auch eine tolle Aussicht
Ein Stück weiter am Ufer kommt das Ostbad Überlingen (Bodenseekreis): Am Ufer läuft man zwar ein paar Meter, aber dann kann man losschwimmen. Im Uferpark in Überlingen, das ist das ehemalige Landesgartenschaugelände, kommt man zum Beispiel über Stufen direkt ins Wasser.
In Langenargen (Bodenseekreis) gibt es einen kleinen Geheimtipp: das Malereck, auch Malerecke genannt. Dort liegen große Steine am Ufer, da ist das Wasser schön klar. Und es gibt dort eine schöne Aussicht auf die Schweiz und Österreich. Dort sollte man auch Badeschuhe anziehen. In Konstanz kann man am Hörnle, dem Strandbad Horn, gut baden. Der Untergrund ist steinig, aber es wird schnell tief.
Stinkt es an Badestellen am Bodensee?
Immer wieder gibt es Stellen am Bodensee, an denen sich ein fauliger Geruch verbreitet. Das ist bei den bisher genannten Badestellen allerdings nicht der Fall. Der Bodensee ist ja groß und das Ufer ist sehr unterschiedlich. Es gibt steile Ufer, flache Buchten, Sand und Schilf. Bei Hitze kann es vor allem dort stinken, wo es größere Schlammbereiche gibt. Also vor allem in flachen Uferbereichen.
Ein Problem ist das im Sommer zum Beispiel manchmal in Eriskirch am Ried (Bodenseekreis) oder rund um die Halbinsel Höri (Kreis Konstanz) - oder in manchen Häfen. In Uferbereichen mit Kies und Stellen, wo das Wasser gleich tief wird, ist Schlamm kein Problem. Auch bei Niedrigwasser.