Zum großen Festakt zu 800 Jahre Spitalstiftung in Konstanz ist auch der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) gekommen. Bei dem Festakt gab es unter anderem eine historische Inszenierung mit der Verlesung der Gründungsurkunde. Außerdem spielten Musikerinnen und Musiker der Musikschule Werke von Bach und Mozart.
Straßentheater zur Geschichte der Stiftung
In der kommenden Woche wird es zudem Theater auf offener Straße geben, die interessante Kapitel der Konstanzer Stadtgeschichte inszenieren. Die Theaterstücke sind auf Plätzen wie der Hofhalde, Marktstätte oder der Spitalkellerei zu sehen. Themen der Stücke sind Armut, Alter, Arbeit und was die Spitalstiftung tut. Insgesamt 50 Menschen wirken an den Stücken mit.
Im Jahr 1225 gegründet
Gegründet wurde die Konstanzer Spitalstiftung 1225 von zwei Konstanzer Bürgern. Heinrich von Bitzenhofen und Ulrich Blarer wollten der Bürgerschaft und sich selbst mit dem Bau eines Spitals den göttlichen Segen sichern. Der Stiftungsbrief gehört zu den bedeutenden Dokumenten der Konstanzer Stadtgeschichte.
Unsere Spitalstiftung ist heute so eine wichtige Einrichtung in Konstanz, im sozialen Bereich, im kulturellen Bereich oder als Waldbesitzer.
Karitativ und Arbeitgeber in Konstanz
Durch den umfangreichen Grundbesitz an Feldern, Reben und Wäldern, aus Lehen und Zinsen entwickelte sich die Stiftung im Mittelalter zu den wohlhabendsten Akteuren der Region. Sie war sowohl karitative Einrichtung als auch Arbeitgeber. Die Spitalkellerei Konstanz gilt als älteste noch bestehende Stiftungskellerei Deutschlands.
Heute betreibt die Stiftung fünf Pflegeheime, eine Tagespflege, betreute Wohngemeinschaften und einen ambulanten Pflegedienst. Darüber hinaus ist sie am Klinikverbund des Kreises beteiligt. 560 Mitarbeitende aus rund 50 Nationen sowie rund 50 Auszubildende arbeiten derzeit für die Spitalstiftung. Man stehe für Vielfalt, Innovation und soziale Verantwortung, beschreibt die Stiftung sich selbst.