Als erste Institution in Deutschland

Oberschwabenklinik testet neue KI-Software zur Brustkrebserkennung

Als erstes Institut in Deutschland testet die Oberschwabenklinik eine neue KI-Software zur Erkennung von Brustkrebs. Der französische Hersteller adelt damit das Team der Radiologie.

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Die Oberschwabenklinik (OSK) setzt schon länger auf Künstliche Intelligenz (KI): etwa bei der Analyse von Röntgenaufnahmen. Jetzt nutzen die Medizinerinnen und Mediziner die KI auch zur Erkennung von Brustkrebs.

Französisches KI-Unternehmen wählt OSK für Testphase aus

Grundsätzlich handelt es sich dabei um keine Weltneuheit. Die Uniklinik in Dresden etwa setzt bereits auf Künstliche Intelligenz zur Brustkrebserkennung. In der Oberschwabenklinik kommt jetzt allerdings eine ganz neue Software eines französischen Herstellers zum Einsatz.

Das Unternehmen Gleamer hat bereits KI-Programme für andere Bereiche in der Radiologie entwickelt - in diesem Bereich habe sie eine Pionierrolle inne, so die OSK. Die Firma hat die Oberschwabenklinik jetzt für den ersten Test ihrer neuen Software zur Erkennung von Brustkrebs ausgewählt.

KI wird im Frühjahr auch an anderen Kliniken getestet

"Dass wir für diese Teststellung ausgewählt wurden, zeigt, dass die Arbeit des Teams um Professor Heuschmid weit über die Grenzen unseres Landkreises hinaus anerkannt ist", wird Oliver Rentzsch, ärztlicher Leiter der Oberschwabenklinik, in einer Mitteilung zitiert. Das Programm steht noch vor der Markteinführung und soll ab dem Frühjahr auch an anderen Kliniken getestet werden.

Prof. Dr. Martin Heuschmid ist Chefarzt der Klinik für Radiologie am St. Elisabethen-Klinikum und am Westallgäu-Klinikum der Oberschwabenklinik.
Prof. Martin Heuschmid ist Chefarzt der Klinik für Radiologie am St. Elisabethen-Klinikum und am Westallgäu-Klinikum der Oberschwabenklinik. Pressestelle Oberschwabenklinik/Felix Kästle

Wie die Oberschwabenklinik mitteilt, analysiert die Software radiologische Aufnahmen der Brust und hilft, Auffälligkeiten zu identifizieren. Die finale Diagnose stellen aber weiterhin die Radiologen.

Patienten profitieren von der Künstlichen Intelligenz

Vom Einsatz der KI erhofft sich die Oberschwabenklinik effizientere Arbeitsabläufe und eine bessere Behandlungsqualität. "Die KI-gestützte Diagnostik bietet vielversprechende Möglichkeiten, die Behandlungsqualität weiter zu steigern und Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten", erläutert Martin Heuschmid. Erste Studien hätten etwa gezeigt, dass der Einsatz von KI die Aufenthaltszeit von Patienten in der Notaufnahme reduzieren kann.

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