Kein Trinkwasser

Hoher Nitratgehalt: Umweltschutzorganisation prüft Wasser privater Brunnen

Viele private Brunnen im Kreis Biberach sind mit Nitrat belastet. Eine Organisation untersucht in Laupheim Proben - und das Landratsamt ordnet den hohen Wert beim Nitrat ein.

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Von Autor/in Johannes Riedel

Die Umweltschutzorganisation VSR-Gewässerschutz e.V. hat am Montag in Laupheim (Kreis Biberach) die Wasserqualität privater Brunnen getestet. Mit ihrem sogenannten Labormobil stand sie auf Marktplatz.

Wasserproben konnten am Labormobil abgegeben werden. Im Frühjahr hatte der Verein gemeldet, dass der Nitratgehalt des Wassers jedes siebten privaten Brunnens in Gärten oder Gärtnereien im Kreis Biberach über dem gesetzlichen Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter gelegen hatte.

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Landratsamt gibt Entwarnung

Aus dem Landratsamt Biberach heißt es: Das Wasser aus Brunnen sei Brauchwasser zum Gießen. Es müsse nach Trinkwasserverordnung nicht die Qualität zur Nutzung als Trinkwasser haben. Deshalb überwache das Gesundheitsamt private Brauchwasserbrunnen nicht.

Anders sehe das bei privaten oder öffentlichen Brunnen aus, die zur Trinkwassernutzung herangezogen würden. Hier werde sichergestellt, dass kein Grenzwert überschritten werde - auch nicht der genannte Nitratgehalt von 50 Milligramm pro Liter.

Nitratbelastung durch Landwirtschaft

Dass das Grundwasser im Kreis durch die Landwirtschaft und den Einsatz von Dünger und Gülle auf den Feldern nitratbelastet ist, sei kein Geheimnis, so das Landratsamt. Brunnenbesitzer könnten Proben jederzeit auch in Laboren in der Region analysieren lassen.

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Johannes Riedel
SWR-Redakteur Johannes Riedel Autor Bild

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