Die Umweltschutzorganisation VSR-Gewässerschutz e.V. hat am Montag in Laupheim (Kreis Biberach) die Wasserqualität privater Brunnen getestet. Mit ihrem sogenannten Labormobil stand sie auf Marktplatz.
Wasserproben konnten am Labormobil abgegeben werden. Im Frühjahr hatte der Verein gemeldet, dass der Nitratgehalt des Wassers jedes siebten privaten Brunnens in Gärten oder Gärtnereien im Kreis Biberach über dem gesetzlichen Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter gelegen hatte.
Verein legt Daten der vergangenen Jahre vor Besser nicht trinken! Im Wasser aus privaten Brunnen im Kreis Biberach ist zu viel Nitrat
Wasser aus privaten Brunnen ist im Kreis Biberach teilweise stark mit Nitrat belastet. Das ergaben Proben der vergangenen fünf Jahre. Was das für Brunnenbesitzer bedeutet.
Landratsamt gibt Entwarnung
Aus dem Landratsamt Biberach heißt es: Das Wasser aus Brunnen sei Brauchwasser zum Gießen. Es müsse nach Trinkwasserverordnung nicht die Qualität zur Nutzung als Trinkwasser haben. Deshalb überwache das Gesundheitsamt private Brauchwasserbrunnen nicht.
Anders sehe das bei privaten oder öffentlichen Brunnen aus, die zur Trinkwassernutzung herangezogen würden. Hier werde sichergestellt, dass kein Grenzwert überschritten werde - auch nicht der genannte Nitratgehalt von 50 Milligramm pro Liter.
Nitratbelastung durch Landwirtschaft
Dass das Grundwasser im Kreis durch die Landwirtschaft und den Einsatz von Dünger und Gülle auf den Feldern nitratbelastet ist, sei kein Geheimnis, so das Landratsamt. Brunnenbesitzer könnten Proben jederzeit auch in Laboren in der Region analysieren lassen.