Vor Konstanz aus dem Wasser gerettet

"Hai-Alarm" am Bodensee: Kuschel-Hai sorgt für Lacher und Staunen

Am Bodensee gibt es derzeit einen ganz besonderen "Haialarm": Ein Plüsch-Hai sorgt für Lacher bei Jung und Alt. Die Entdeckung zeigt, dass selbst kleine Funde große Freude bringen können.

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Von Autor/in Friederike Fiehler

Der Bodensee: Ruhig, glitzernd, ein beliebtes Ausflugsziel für Familien und Touristen. Doch jüngst hat es eine ungewöhnliche Entdeckung gegeben: Ein Hai tauchte plötzlich im Wasser auf.

Panik war nicht nötig. Stefanie Schober aus Konstanz fand bei einer Bootstour einen kleinen Hai - jedoch keinen echten. "Ich sah in der Ferne etwas treiben und sagte: Lass uns mal hinfahren", erzählt sie dem SWR. Wenige Augenblicke später hatte sie den "Hai" an Bord - doch es war ein Kuschel-Hai, weich, freundlich und völlig ungefährlich.

Plüsch-Hai sorgt für Lacher am Bodensee

Die Finderin erinnert sich genau an den Moment. "Ich habe mich gefreut, dass er nicht untergegangen ist. Und ich fand es schön, dass er nicht weiter im See treiben muss und vielleicht sogar den Rheinfall hinunterfällt."

Sofort kam eine Kindheitserinnerung hoch: "Meine Schwester hat vor vielen Jahren in einem Stadtbus ihren Stofftier-Eisbären verloren und war unendlich traurig. Da dachte ich: Vielleicht gibt es jetzt auch ein Kind, das sein Stofftier vermisst." Noch am selben Tag postete Schober ein Foto in einer Konstanzer Lokalgruppe bei Facebook.

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. "Die Kommentare waren teilweise sehr lustig. Einer hat sogar geschrieben, er habe selbst kürzlich einen blauen Stofftier-Hai im Bodensee gefunden." Der Mann hatte ihn vor Kreuzlingen aus dem Bodensee geholt.

Es war direkt meine Überlegung, das Foto zu posten, weil ich dachte, dass sich der Besitzer vielleicht findet.

"Sharky" erobert Herzen am Bodensee

Nicht nur online begeistert "Sharky" (so hat ihn Stefanie Schober getauft) die Menschen. Auch in der Fußgängerzone von Konstanz sorgt der kleine Hai für Herzklopfen. Passanten bewundern bei einer Umfrage des SWR das Foto des Kuscheltiers, lachen und zeigen echte Freude. "Schön ist er schon, aber ungefährlich", sagt ein Mann. "Bald gibt es Hai-Watching am Bodensee", so eine Frau.

Kuschel-Hai "Sharky" bringt Freude statt Furcht

Nun lebt "Sharky" bei seiner Retterin in Konstanz. Schober schaut regelmäßig, ob sich ein Besitzer meldet. "Leider bisher ohne Erfolg. Aber ich hoffe weiter, dass noch eine Nachricht kommt." Bis dahin darf "Sharky" bleiben - als Erinnerungsstück, als Maskottchen oder einfach als kleiner Glücksbringer.

"Wenn der Hai sprechen könnte, würde er sagen: 'Bring mich zu meinem Besitzer zurück'", meint Schober. Sicher ist: Angst verbreitet er nicht - dafür jede Menge Freude und Herzklopfen am Bodensee.

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Friederike Fiehler
SWR-Redakteurin Friederike Fiehler Autorin Bild

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