In der Nacht auf Dienstag hat ein Feuer ein historisches Gebäude im Schemmerhofer Ortsteil Schemmerberg im Kreis Biberach zerstört. Laut einer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft soll ein 34-jähriger Mann für den Großbrand verantwortlich sein. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft.
Schlossbrand in Schemmerberg: Hinweise auf Brandstiftung gefunden
Erste Ermittlungen nach dem Brand haben Hinweise auf Brandstiftung ergeben. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann das Feuer in seiner Wohnung im ersten Stock des historischen Schlosses selbst gelegt hat.
In dem Gebäude mit mehreren Wohnungen lebten 13 Menschen, von denen mehrere zum Zeitpunkt des Feuers zu Hause waren. Vier Menschen wurden leicht verletzt, darunter auch der mutmaßliche Brandstifter. Dieser wurde in einer Klinik behandelt.
Historisches Gebäude brannte: Mindestens eine Million Euro Sachschaden
Bis zu 150 Feuerwehrleute aus Biberach und Laupheim kämpften die ganze Nacht gegen das Feuer. Die Flammen hatten auch den Dachstuhl in Brand gesetzt, sagte der Feuerwehrkommandant dem SWR. Zwischenzeitlich habe der Einsatz innen zum Schutz der Feuerwehrleute unterbrochen werden müssen.
Der Sachschaden beträgt ersten Schätzungen der Polizei zufolge mindestens eine Million Euro. Das historische Gebäude ist derzeit nicht bewohnbar.