Fälle von Blauzungenkrankheit laut Behörde steigend

Blauzungenkrankheit: Verbreitung ist wetterabhängig

In den vergangenen Wochen hat es in der Region Bodensee-Oberschwaben weitere Fälle der Blauzungenkrankheit gegeben. Je wärmer es ist, desto mehr Mücken gibt es. Sie übertragen das Virus.

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Von Autor/in Nadine Ghiba

In der Region Bodensee-Oberschwaben sind in den vergangenen Wochen in landwirtschaftlichen Betrieben Fälle der Blauzungenkrankheit aufgetreten. Sie betrifft vor allem Rinder und Schafe - für den Menschen ist das Virus nicht gefährlich.

Fallzahlen laut Behörden steigend

Im Kreis Ravensburg gab es Ende vergangener Woche 25 Fälle: Mehrere Rinder, Schafe und ein Alpaka haben sich dort bislang mit der Blauzungenkrankheit infiziert, teilte das Veterinäramt mit. Auch in den Kreisen Konstanz, Biberach und im Bodenseekreis gab es Fälle. Fast alle Veterinärämter gehen von einer steigenden Tendenz aus, hieß es auf SWR-Anfrage.

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Die Blauzungenkrankheit wird von Stechmücken übertragen. Je mehr es von ihnen gibt, desto häufiger wird das Virus also übertragen, so Alexander Keller, stellvertretender Vorsitzender des Bauernverbands Biberach-Sigmaringen im Gespräch mit dem SWR. Doch selbst wenn die Fallzahl über den Winter sinkt: Im Frühjahr würde es dann wieder losgehen, sagt Keller. Die einzige langfristige Lösung sei es deswegen, Rinder, Ziegen und Schafe impfen zu lassen.

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Die Blauzungenkrankheit führt zu Entzündungen der Maul- und Nasenschleimhäute, der Klauen und der Euter. Bei Schafen verliefen die Infektionen schwerer als bei Rindern: Rund ein Viertel der erkrankten Tiere sterbe, so das Veterinäramt in Konstanz. Bei Rindern gebe es deutlich weniger Todesfälle.

Keine Übertragung des Virus über Lebensmittel

Mit der Blauzungenkrankheit können sich vor allem Rinder, Schafe und Ziegen infizieren. Für den Menschen ist das Virus nicht gefährlich. Auch über Lebensmittel finde keine Übertragung auf den Menschen statt, heißt es vom Landratsamt Sigmaringen. Fleisch- und Milchprodukte könnten bedenkenlos verzehrt werden.

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