Sie stehen Familien in Oberschwaben und am Bodensee bei, wenn Kinder, Jugendliche oder Eltern im Sterben liegen - die ehrenamtlichen Helfer des Kinderhospizdienstes Amalie. Am Aktionstag der Kinderhospizarbeit am Montag feiert Amalie ihr 15-jähriges Bestehen.
Aus kleinem Anfang wird großer Kinderhospizdienst
Angefangen hat alles mit zwei Koordinatorinnen und neun Ehrenamtlichen. Mittlerweile hat sich Amalie laut der Stiftung Liebenau zum größten Kinderhospizdienst der Diözese Rottenburg-Stuttgart entwickelt.
Pro Jahr werden etwa 50 Familien von den ehrenamtlichen Patinnen und Paten unterstützt. Oft gehe es darum, sich um die gesunden Geschwisterkinder in Familien zu kümmern, wenn die Eltern all ihre Zeit für ein sterbenskrankes Kind aufbringen, sagt Elisabeth Mogg.
Elisabeth Mogg koordiniert seit 15 Jahren die Arbeit der Ehrenamtlichen. Vor 15 Jahren habe es kaum solche Kinderhospizangebote gegeben. Über sterbende Kinder und Jugendliche zu reden, sei damals noch ein Tabu gewesen. Mittlerweile habe sich das geändert. Möglicherweise auch durch die Arbeit des Kinderhospizdienstes Amalie. Neben der Begleitung von Familien bietet Amalie auch Kindertrauergruppen in den Kreisen Ravensburg und Bodensee an.