Nach dem großen Waldbrand in Schramberg (Kreis Rottweil) haben jetzt die Hangsicherungsarbeiten begonnen. Der "Problembaum Bruno" ist gefällt.
Die Landstraße unterhalb des steilen Waldstücks ist weiterhin gesperrt. Denn durch die Hitze des Feuers und die Wassermassen der Löscharbeiten hat sich das Erdreich gelockert. Tonnenschwere Felsbrocken könnten sich lösen und auf die Straße fallen. Auch die Forst- und Wanderwege durch das Brandgebiet dürfen nicht genutzt werden.
"Problembaum Bruno" glimmte noch Tage nach dem Feuer
Selbst zehn Tage nach dem Brand machte ein ungewöhnlicher Nadelbaum Probleme. "Der hat innerlich geglimmt", erklärt Feuerwehrkommandant und Einsatzleiter Patrick Wöhrle. Es sei schwer einzuschätzen gewesen, welche Gefahr von diesem Einzelgänger ausgehen würde, so Wöhrle. Die Feuerwehrleute haben ihm den Namen "Problembaum Bruno" gegeben.
Waldbrand begann wohl seitlich der Straße
An einer Böschung neben der stark befahrenen Landstraße zwischen der Kreisstadt und der Gemeinde Lauterbach hat es nach bisherigen Einschätzungen angefangen zu brennen.
Was zunächst als ein kleiner Vegetationsbrand gemeldet worden war, hat sich rasant zu einem großen Waldbrand entwickelt. Rund 20 Hektar Wald standen in Flammen.
Polizei ermittelt weiter zur Brandursache
Über die Brandursache lässt sich noch immer nur spekulieren. "Da kommt vieles infrage: Von der unachtsam weggeworfenen Zigarettenkippe bis zum technischen Defekt an einem Auto", sagt Wöhrle im Gespräch mit dem SWR. Das herauszufinden sei aber Aufgabe der Polizei. Die Ermittlungen dazu laufen.
Fast 400 Einsatzkräfte bei Löscharbeiten im Einsatz
Über die knapp zwei Tage waren rund 400 Kräfte der Feuerwehr mit Unterstützung durch das Deutsche Rote Kreuz, das Technische Hilfswerk und der Polizei im Einsatz, um das Feuer in den Griff zu bekommen.
400 Einsatzkräfte an Einsatz beteiligt Waldbrand Schramberg: Offenes Feuer und kleinere Rauchentwicklungen am Morgen
Bei Schramberg im Kreis Rottweil hat ein Waldbrand bis zu 20 Hektar Wald erfasst. Am Dienstagmorgen musste die Feuerwehr erneut zu Löscharbeiten ausrücken.
Auch kleinere Glutnester hielten die Feuerwehr noch über Tage auf Trab. Immer wieder musste die Wehr zu Nachlöscharbeiten ausrücken.
Extreme Hanglage erschwerte Feuerwehreinsatz
Eine besondere Herausforderung sei bei allen Einsätzen stets die extreme Hanglage gewesen und habe von seinen Leuten und auch den vielen anderen Helferinnen und Helfern enorme Kräfte abverlangt. Umso erleichterter ist Einsatzleiter Patrick Wöhrle, dass keiner ernsthaft verletzt wurde "und alles soweit noch glimpflich ausgegangen ist".
Problembaum gefällt - Straße bleibt weiter gesperrt
Von Bruno geht inzwischen keine Gefahr mehr aus. Der Baum wurde von einer Fachfirma unter Begleitung der Feuerwehr am Mittwochnachmittag gefällt und vollends abgelöscht. Die Hangsicherungsarbeiten werden allerdings noch dauern. So lange bleibt die Straße gesperrt - auch für Fußgänger. Außerdem weist das Landratsamt Rottweil darauf hin, dass die Forst- und Wanderwege durch das Brandgebiet gesperrt sind. Viele Menschen würden sich ein Bild von dem Brand machen wollen, jedoch müssen die Bereiche erst gesichert werden, betont der Forstrevierleiter in Schramberg, Christoph Eberle.
Unterstützung für Landwirte nach Waldbrand
Unterstützung gibt es auch für die Landwirte, die die Feuerwehr spontan und unermüdlich mit Wassernachschub versorgt haben. Entstandene Schäden oder Verdienstausfälle könnten nach dem Feuerwehrgesetz erstattet werden, erklärt Schrambergs Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr. "Damit können wir wenigstens einen kleinen Ausgleich anbieten für die schnelle und beherzte Hilfe in der Not."