Bei dem Ende September schwer verletzt am Schluchsee (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) gefundenen und anschließend getöteten Wolf handelte es sich um den dort ansässigen Wolfsrüden GW1129m. Das hat die genetische Untersuchung des Tieres ergeben.
Ministerium: Verkehrsunfall an der B500 wahrscheinlich
Bei weiteren Untersuchungen wurden komplexe Frakturen im Bereich der Lendenwirbelsäule festgestellt. Woher die Verletzungen stammen, konnte nicht abschließend geklärt werden. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums Baden-Württemberg ist ein Verkehrsunfall allerdings sehr wahrscheinlich. Dafür sprächen die Verletzungen und die Nähe des Fundorts zur B500.
Das Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat schließt dagegen sicher aus, dass die Verletzungen durch einen Schuss verursacht wurden.
Wolf vom Schluchsee war nicht mehr überlebensfähig
Der Wolf war am 28. September schwer verletzt in der Nähe der B500 am Schluchsee entdeckt worden. Eine tierärztliche Untersuchung hatte ergeben, dass das Tier nicht mehr überlebensfähig war. Er wurde daraufhin getötet, um ihm weiteres Leid zu ersparen. Nach SWR-Informationen hatte der Wolf Lähmungen an beiden Hinterläufen.
Zunächst war unklar, ob es sich um den im Gebiet ansässigen Rüden GW1129m handelte. Die genetische Untersuchung durch das Landwirtschaftsministerium hat das nun bestätigt. Bei den Untersuchungen wurden zudem komplexe Brüche an der Lendenwirbelsäule des Tieres festgestellt, so das Ministerium für ländlichen Raum.
In seinem früheren Rudel waren bereits zwei Wölfe rund um den Schluchsee im Straßenverkehr ums Leben gekommen: Im April 2024 wurde die damalige Fähe auf der B500 zwischen Windgfällweiher und Schluchsee überfahren. Wenige Monate zuvor wurde dort bereits ein Welpe des Rudels nach einem Verkehrsunfall auf der B500 getötet.