Mit einer Körpergröße von fast zwei Metern ist der neue Bürgermeister der Stadt Rheinau (Ortenaukreis) ein bisschen größer als wohl die meisten seiner Vorgänger. Aufrecht gehend kommt er nicht in sein Büro. Der Sturz der Bürotür ist rund 10 Zentimeter zu niedrig. Deshalb muss umgebaut werden.
Durchgang wird für den Bürgermeister vergrößert
Zugangstür demontieren, Türsturz anheben, Durchgang anpassen und eine neue Tür einbauen: Die Maßnahmen sind laut der Stadtverwaltung notwendig, damit Christian Francken sich nicht verletzt, wenn er sein Büro betritt oder verlässt. Selbst bei Vorsicht, sei die Gefahr sonst groß, dass es zu Verletzungen kommt - so heißt es in einer Beschlussvorlage für den Gemeinderat.
Sonst würde nur ein Helm helfen.
"Ich habe mich schon gestoßen. Gott sei Dank aber nicht so, dass ich liegenbleiben musste", sagt Christian Francken selbst. Wenn man schnell rein oder raus gehe, vergäße man schnell, dass man sich ordentlich bücken müsse. "Da würde sonst nur noch ein Helm helfen, aber ich glaube, das ist nicht Sinn und Zweck der Sache."
Umbau kostet rund 12.000 Euro
Der Umbau ist inzwischen beschlossen. Ende August soll es losgehen. Trotzdem sorgt das Thema weiter für Diskussionen. Das Ganze soll nämlich rund 12.000 Euro kosten und wurde in lokalen Medien teilweise kritisch kommentiert.
Auch die Einrichtung des Büros soll verändert werden. Bürgermeister Francken soll einen Besprechungstisch mit sechs Stühlen bekommen. Bisher befinden sich in dem Arbeitszimmer neben einem Schreibtisch ein Sofa, zwei Cocktailsessel und ein kleiner Beistelltisch.
Besprechungstisch und Bildschirm kommen neu dazu
Christian Francken wird neben dem Besprechungstisch zudem einen Bildschirm an der Wand bekommen - für digitale Präsentationen. Dafür müssen Leitungen verlegt und anschließend muss gestrichen werden. Die Umgestaltung der Einrichtung kostet noch einmal rund 12.000 Euro.
Da die Ausgaben im Haushaltsplan nicht vorgesehen sind, müssen dafür außerplanmäßig Mittel bereitgestellt werden.