Viel Schaden, keine Beute

Vor Gericht: Geldautomat gesprengt - 70.000 Euro verbrannt

Zwei Männer sollen im Oktober 2024 versucht haben, drei Geldautomaten zu sprengen. Beim Prozessbeginn vor dem Landgericht Freiburg legten sie am Montag ein Geständnis ab.

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Von Autor/in Antonia Vangelista

In Glottertal, Eschbach (beide Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) und Ettenheim (Ortenaukreis) sollen sich zwei Männer im Herbst 2024 an Geldautomaten zu schaffen gemacht haben. Laut Anklage haben die beiden 51 und 54 Jahre alten Männer die Automaten gesprengt, um das Bargeld zu erbeuten. Beute machten sie allerdings nicht. Ein hoher Sachschaden von über 100.000 Euro entstand trotzdem.
Zudem wurden Geldscheine im Wert von 70.000 Euro zerstört. Seit Montag stehen die beiden vor Gericht. Gleich zu Beginn legten sie ein Geständnis ab.

Eine Bankfiliale ist nach der Sprengung eines Geldautomaten schwer beschädigt.
Im Oktober 2024 hatten die Täter diesen Geldautomaten in einer Bankfiliale in Glottertal bei Freiburg gesprengt. picture alliance/dpa | Bernhard Würzburger

Feuer und Nebel erschwerten die Automatensprengungen

Der Anklage zufolge hatte einer der beiden Angeklagten zunächst bei einem Schwimmbad in Denzlingen (Kreis Emmenginen) ein Fahrzeug im Wert von über 20.000 Euro gestohlen. Dieses lackierten sie von weiß auf schwarz um. Mit unterschiedlichen, ebenfalls geklauten Kennzeichen nutzten sie das Auto dann für die Fahrten zu den drei Tatorten.

Bei der ersten Sprengung in Glottertal entstand ein Brand, bei dem Geldscheine im Wert von mehr als 70.000 Euro zerstört wurden. Der Sachschaden: mehr als 100.000 Euro. Am zweiten Tatort wurde bei Betreten der Bankfiliale eine Nebelanlage ausgelöst. Daraufhin seien die Angeklagten unverrichteter Dinge wieder gegangen. Am dritten Tatort sollen die beiden Angeklagten erfolglos versucht haben, den Geldautomaten aufzuhebeln, um Sprengstoff zu platzieren. Der Sachschaden wird hier auf 8.000 bis 10.000 Euro geschätzt.

Angeklagte haben die Taten gestanden

Die beiden Angeklagten gaben vor Gericht über ihre Verteidiger ein Geständnis ab. Beide kommen aus der Region Südbaden. Der 51-jährige sitzt eigentlich wegen anderer Straftaten bereits im Gefängnis. Wegen Suchtproblemen war er in einer psychiatrischen Klinik untergebracht, aus der er vor den Automatensprengungen geflohen war. Der 54-jährige ist Maler- und Lackierer. Bei ihm kam der 51-jährige unter. Wegen finanzieller Schwierigkeiten habe er sich zur gemeinsamen Tat entschlossen.

Ihn erwarten bei einem umfassenden Geständnis bis zu vier Jahre und 10 Monate Haft. Der 51-jährige, der bereits in Untersuchungshaft ist, könnte seine bisherige Haftstrafe um bis zu fünfeinhalb Jahren verlängern. Vier weitere Verhandlungstermine sind bereits angesetzt. Ein Urteil wird frühestens im Juli erwartet.

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Antonia Vangelista
Bild von SWR-Reporterin Antonia Vangelista

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